(17.09.26) Ihre Kryptowährungen können technisch sicher verwahrt sein – und trotzdem können Sie ins Visier von Kriminellen geraten. Zahlreiche Datenschutzvorfälle bei 21bitcoin, Pocket Bitcoin, BitBox, Trezor, CoinTracking, SafePal, Bits of Gold und Revolut zeigen: Die größte Schwachstelle liegt häufig nicht bei Bitcoin, der Blockchain oder der Hardware-Wallet, sondern bei externen Dienstleistern.
Drittanbieter als gefährliche Schwachstelle
Versandunternehmen, Online-Shops, Supportsysteme, Analyseprogramme und E-Mail-Dienstleister speichern teilweise hochsensible Kundendaten. Werden diese Systeme kompromittiert, gelangen Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Wohnanschriften, Ausweisdokumente, Bankverbindungen, Bestelldaten und mitunter sogar Bitcoin-Adressen oder Transaktionsinformationen in falsche Hände.

Die Folgen sind bereits sichtbar: Verstärkt werden täuschend echte Phishing-Attacken per E-Mail beobachtet. Kriminelle kennen den verwendeten Anbieter, können konkrete Produkte nennen und ihre Nachrichten dadurch besonders glaubwürdig gestalten. Inzwischen werden Betroffene teilweise sogar per Briefpost angeschrieben. Ein Schreiben im Briefkasten wirkt seriöser als eine gewöhnliche Spam-Mail – und kann gerade deshalb besonders gefährlich sein.
Wenn digitale Daten zur realen Gefahr werden
Noch bedrohlicher wird es, wenn Kriminelle unterschiedliche Datensätze miteinander verknüpfen. Aus einem Namen, einer Wohnanschrift, dem Kauf einer Hardware-Wallet und bekannten Transaktionsdaten lässt sich möglicherweise ableiten, wer Kryptowährungen besitzt und bei wem sich ein Angriff lohnen könnte. Damit wächst nicht nur die Gefahr von Phishing und Identitätsmissbrauch, sondern auch die berechtigte Sorge vor gezielten Einbrüchen, Erpressungen oder körperlichen Überfällen.

Warum Ihre Coins sicher sein können, Ihre persönlichen Daten aber dennoch zur Gefahr werden, welche Anbieter zuletzt betroffen waren und wie Sie sich jetzt schützen können – mit dieser wichtigen Thematik befasse ich mich in meinem aktuellen Podcast „Millers Kryptowoche“.
Mehr Hintergründe unter: www.markus-miller.com


