(09.07.25) Mit Kraken wagt jetzt ein Krypto-Pionier den Sprung in den Zahlungsverkehr. Die bekannte Krypto-Börse Kraken erweitert ihr Angebot und bringt mit „Krak“ eine eigene Bezahl-App auf den Markt. Damit wagt sich das US-Unternehmen erstmals in den klassischen Payment-Bereich und positioniert sich als direkter Konkurrent zu Lösungen wie PayPal, Apple Pay und Revolut – allerdings mit einem klaren Fokus auf Web3 und Kryptowährungen rund um Bitcoin und Ethereum.
Die App „Krak“ soll es Nutzern ermöglichen, Zahlungen direkt aus ihren Krypto-Wallets heraus durchzuführen – ohne Umwege über eine zentrale Bank oder Fiat-Konten. Ziel ist es, Krypto im Alltag nutzbar zu machen, etwa beim Online-Shopping oder in stationären Geschäften, die Krypto-Zahlungen akzeptieren.
Web3-Nutzer als Zielgruppe – mit Fokus auf echte Anwendung
Kraken richtet sich mit der neuen App gezielt an Web3-affine Nutzer, also Menschen, die sich bereits aktiv im dezentralen Ökosystem bewegen. Web3 steht für die nächste Entwicklungsstufe des Internets, bei der zentrale Plattformen durch dezentrale Technologien wie die Blockchain ersetzt werden. Das dezentrale Ökosystem umfasst beispielsweise Krypto-Wallets, DeFi-Anwendungen oder DAOs, bei denen es keine zentrale Instanz mehr gibt.
Damit setzt Kraken auf einen Trend, der sich zunehmend durchsetzt: Immer mehr Menschen wollen ihre Coins – also digitale Währungen wie Bitcoin oder Ethereum – nicht nur kaufen und langfristig halten („hodln“ – ein absichtlich falsch geschriebenes „hold“, das in der Krypto-Community zum geflügelten Begriff geworden ist), sondern praktisch im Alltag einsetzen.
Das kann etwa für digitale Dienstleistungen, physische Güter oder auch für Spenden an DAOs gelten. DAOs (Decentralized Autonomous Organizations) sind digitale, blockchainbasierte Gemeinschaften oder Organisationen, die nach festen Regeln automatisch funktionieren – ohne zentrale Leitung.
Von der Handelsplattform zur All-in-One-Lösung
Die Entwicklung der App folgt einem klaren strategischen Ziel: Kraken will sich als universelle Plattform positionieren, die mehr bietet als klassischen Kryptohandel. Bereits heute ermöglicht Kraken neben dem Trading – also dem An- und Verkauf von Kryptowährungen – auch Staking, bei dem Nutzer ihre Coins in Proof-of-Stake-Netzwerken einsetzen und dafür Belohnungen erhalten. Hinzu kommt der NFT-Handel, also der Kauf und Verkauf von Non-Fungible Tokens, die als digitale Besitznachweise für einzigartige Objekte dienen.
Mit der neuen Payment-App wird das Angebot nun um den Bereich Bezahlen mit Kryptowährungen erweitert. Damit schließt sich der Kreis zwischen Investment in digitale Vermögenswerte und deren tatsächlicher Nutzung in der realen Welt – ein entscheidender Schritt in Richtung breiter Adoption von Blockchain-Technologie.

Kraken setzt auf Dezentralität
Im Unterschied zu traditionellen Zahlungsdiensten wie PayPal oder Apple Pay basiert „Krak“ auf blockchainbasierten Transaktionen, die in vielen Fällen schneller, günstiger und ohne Intermediär ablaufen. Die Nutzer behalten dabei die Kontrolle über ihre Wallets, was dem DeFi-Prinzip (Decentralized Finance) entspricht – einer Finanzwelt ohne zentrale Institutionen.
Ob Kraken mit dieser App tatsächlich den Durchbruch im Krypto-Payment schafft, wird stark von der Akzeptanz im Handel abhängen. Entscheidend wird sein, wie viele Online-Shops, Dienstleister und reale Geschäfte „Krak“ als Zahlungsmittel integrieren.
Ein Schritt in Richtung Krypto-Massenadoption
Der Launch von „Krak“ ist mehr als ein technisches Update – er ist ein klares Signal für den nächsten Schritt in der Krypto-Evolution. Wenn Kryptowährungen nicht nur als Spekulationsobjekte, sondern als echtes Zahlungsmittel im Alltag funktionieren, wird das Vertrauen in digitale Währungen weiter gestärkt. Für Kraken ist es eine strategische Erweiterung des Geschäftsmodells – weg von der reinen Börse hin zur vollwertigen Krypto-Plattform mit Mehrwert im Alltag.

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