EU-Bankenkrise voraus!

(21.03025) Die Mehrheit der Banken in Deutschland erwartet in den kommenden Monaten eine Zunahme von Kreditausfällen und Non-Performing-Loans. Dabei handelt es sich um Kredite, bei denen der Schuldner über einen längeren Zeitraum – in der Regel 90 Tage oder mehr – keine fälligen Zins- oder Tilgungszahlungen leistet. Diese notleidenden Kredite stellen für Banken ein erhebliches Risiko dar, da die Wahrscheinlichkeit eines vollständigen Zahlungsausfalls steigt.

Die Kreditvergabestandards wurden 2024 deutlich verschärft, insbesondere im Zusammenhang mit neuen EU-Regularien. Knapp 24 % der Institute setzen zudem auf Financial Covenants, die Unternehmen zur Einhaltung bestimmter finanzieller Kennzahlen wie einer maximalen Verschuldungsquote verpflichten. Darüber hinaus plant 17 % der Banken, ihr Neugeschäft aus strategischen Gründen zu reduzieren.

Angespannte Wirtschaftslage belastet den Kreditmarkt

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland bleibt angespannt. Fast 50 % der befragten Banken bewerten die gesamtwirtschaftliche Situation als schlecht oder sehr schlecht. Trotz der strikteren Kreditvergabe erwarten 53 % der Institute eine leichte Zunahme der Kreditvergabe, während 3 % sogar mit einem deutlichen Wachstum rechnen. Besonders betroffen von den verschärften Bedingungen sind Unternehmen aus den Bereichen Bau, Immobilien und Automobilindustrie

Banken und Unternehmen stehen vor großen Herausforderungen

Die wirtschaftlichen und geopolitischen Entwicklungen der kommenden Jahre werden den Finanzsektor nachhaltig prägen. Banken und Unternehmen müssen sich auf ein zunehmend komplexes Umfeld einstellen, das von regulatorischen Vorgaben, wirtschaftlichen Unsicherheiten und globalen Konflikten beeinflusst wird. Eine vorausschauende Strategie und eine gezielte Risikobewertung werden entscheidend sein, um sich in diesem schwierigen Marktumfeld zu behaupten.

Die EU-Bankenunion bedeutet Risiko statt Stabilität!

Die Europäische Bankenunion wurde nach der Finanzkrise 2008 ins Leben gerufen, um die Stabilität des Bankensektors zu erhöhen und zukünftige Krisen zu verhindern. Sie basiert auf drei Hauptsäulen, die ursprünglich auf der Grundlage solider Staatsfinanzen gemäß den Stabilitätskriterien von Maastricht errichtet wurden. Diese Voraussetzungen sind jedoch längst nicht mehr gegeben. Die erheblichen Risiken und Gefahren der Bankenunion werden in den breiten Medien kaum thematisiert.

Dabei sind sie von zentraler Bedeutung. Eine gemeinsame Einlagensicherung könnte dazu führen, dass Banken höhere Risiken eingehen, da Verluste auf alle Mitgliedsstaaten verteilt werden. Staaten mit solider Finanzpolitik müssten für die Fehler instabiler Banken haften, was zwangsläufig zu Spannungen innerhalb der EU führen würde. Zudem bleibt die Bankenunion ohne eine gemeinsame Einlagensicherung (EDIS) unvollständig, was ihre Stabilität weiter schwächt.

Länder wie Deutschland fordern zu Recht, dass zunächst notleidende Kredite in bestimmten Bankensystemen abgebaut werden, bevor eine Vergemeinschaftung der Einlagensicherung erfolgen kann. Doch die Gefahr besteht, dass die deutsche Politik auch hier einknickt.

Mein Fazit: Schaffen Sie sich Bankenstandbeine außerhalb der EU und des Euro!

Verlassen Sie sich nicht auf die Politik – bauen Sie sich unabhängige Bankenstandbeine auf, fernab der fragilen Haftungs- und Umverteilungssysteme von Euro und EU! Dazu zählen auch Blockchain-Wallets rund um Kryptowährungen wie den Bitcoin!

Markus Miller

Schreibe einen Kommentar