(11.03.25) Eine aktuelle Analyse der auf Kryptorecht spezialisierten Kanzlei LegalBison zeigt, welche Länder weltweit das größte Interesse an Kryptowährungen haben. Grundlage der Untersuchung sind Google-Suchanfragen zu Begriffen wie „Bitcoin“, „Dogecoin“ und „Ethereum“ pro 100.000 Einwohner. Die Ergebnisse machen deutlich, dass insbesondere europäische Länder eine führende Rolle bei der Krypto-Adoption spielen.
Niederlande auf Platz eins: Krypto-Interesse auf Rekordniveau
Den Spitzenplatz belegt die Niederlande. Mit monatlich rund 1.011.840 krypto-bezogenen Suchanfragen ergibt sich eine Quote von 5.593 Suchanfragen pro 100.000 Einwohner – der höchste Wert weltweit. Das Land gilt als fortschrittlich in der Blockchain-Technologie, mit einer wachsenden Zahl von Krypto-Startups und einer hohen Akzeptanz digitaler Währungen. Besonders gefragt sind hier Begriffe wie „Bitcoin“, „Dogecoin“ und „Cardano“.
Liechtenstein und die Schweiz als Krypto-Vorreiter
Auf Rang zwei folgt Liechtenstein, das mit einer Bevölkerung von nur 39.600 Menschen erstaunliche 1.770 monatliche Krypto-Suchanfragen aufweist – das entspricht 4.470 Suchanfragen pro 100.000 Einwohner. Das kleine Fürstentum ist bekannt für seine krypto-freundliche Gesetzgebung und hat mit dem Blockchain-Gesetz (TVTG) eine regulatorische Vorreiterrolle eingenommen.
Den dritten Platz belegt die Schweiz. Mit 377.930 monatlichen Suchanfragen und einer Bevölkerung von knapp 8,87 Millionen Menschen ergibt sich eine Quote von 4.260 Suchanfragen pro 100.000 Einwohner. Die Schweiz hat sich als globales Blockchain-Zentrum etabliert, insbesondere durch das „Crypto Valley“ in Zug, das zahlreiche Blockchain- und FinTech-Unternehmen beheimatet. Besonders nachgefragt sind hier „Bitcoin“, „Ethereum“ und „Solana“.
Österreich und Finnland vervollständigen die Top 5
Österreich nimmt mit 4.078 Krypto-Suchanfragen pro 100.000 Einwohner den vierten Platz ein. Das Land verfügt über eine der höchsten Dichten an Bitcoin-Automaten in Europa und eine wachsende Blockchain-Szene.
Auf Rang fünf liegt Finnland mit 3.929 Suchanfragen pro 100.000 Einwohner. Hier hat sich die Regierung aktiv mit der Regulierung digitaler Vermögenswerte befasst und das Land gehört zu den ersten in Europa, die eine umfassende Lizenzierung für Krypto-Dienstleister eingeführt haben.

Hintergrund: Warum ist Europa ein Krypto-Hotspot?
Die Dominanz europäischer Länder in dieser Analyse ist kein Zufall. Europa gehört zu den krypto-freundlichsten Regionen der Welt, was sich durch mehrere Faktoren erklären lässt:
Regulatorische Klarheit: Länder wie die Schweiz und Liechtenstein haben fortschrittliche Gesetzgebungen geschaffen, die Unternehmen und Investoren Sicherheit bieten.
Starke FinTech-Industrie: Viele europäische Länder verfügen über eine gut entwickelte digitale Infrastruktur und innovative Finanztechnologie-Startups.
Hohe Internet- und Smartphone-Durchdringung: Der Zugang zu digitalen Finanzprodukten ist in Europa weit verbreitet.
Wirtschaftliche Unsicherheiten und Inflationsängste: Die Suche nach alternativen Anlageformen treibt das Interesse an Bitcoin, Ethereum & Co.
Krypto-Adoption in Europa: Wo stehen wir?
Während das Interesse an Kryptowährungen in Europa hoch ist, ist die tatsächliche Nutzung noch ausbaufähig. Länder wie Deutschland (Platz 9 mit 3.416 Suchanfragen pro 100.000 Einwohner) haben zwar eine große Zahl an Investoren, aber die praktische Nutzung von Kryptowährungen im Alltag steckt noch in den Anfängen,
Anders sieht es in Ländern wie Schweiz oder Liechtenstein aus, wo bereits heute Immobilien, Dienstleistungen und Waren mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen bezahlt werden können. Auch immer mehr große Banken bzw. Bankenverbände und Vermögensverwalter bieten ihren Kunden mittlerweile direkte Krypto-Investitionsmöglichkeiten an.

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