FinTech-Wüste Deutschland?

(26.04.24) In ihrem Koalitionsvertrag haben sich SPD, FDP und Grüne das Ziel gesetzt, Deutschland zum europaweit führenden Standort für FinTechs zu machen – doch von diesem Versprechen sind sie nach Ansicht der Startups noch weit entfernt. Für ihre bisherigen Bemühungen vergeben die FinTechs bislang nur die Schulnote „ausreichend“, gerade einmal 19 % würden wieder in Deutschland gründen.

Nur 18 % sind der Meinung, in Deutschland gibt es genug Venture Capital für Fintechs, 19 % bewerten das Finanzierungs-Ökosystem für FinTechs in Deutschland insgesamt als positiv. Das sind die Ergebnisse einer vor kurzem veröffentlichten Studie „Standort Deutschland: FinTechs ziehen Bilanz​“, für die der Digitalverband Bitkom 54 FinTechs befragt hat.

Fünf der zwölf führenden Finanzdienstleister in Deutschland sind FinTechs, das unterstreicht die zunehmende Bedeutung von Tech-Startups für die Finanzbranche, so eine Feststellung des Bitkom. Umso wichtiger ist es, dass wir europa- und weltweit konkurrenzfähige Rahmenbedingungen schaffen, damit FinTechs sich für den Standort Deutschland zum Gründen und Wachsen entscheiden und von hier aus international erfolgreich werden.

Auf eine BaFin-Erlaubnis müssen FinTechs im Schnitt zwei Jahre warten

Größte Herausforderung beim Wachstum ist für deutsche FinTechs Bürokratie und Verwaltungsaufwand (46 %). FinTechs, die von der Aufsichtsbehörde BaFin eine Erlaubnis für Dienstleistungen des Bank- und Finanzwesens erhalten haben, mussten darauf im Schnitt zwei Jahre warten. Weitere Herausforderungen sind die Finanzierung (33 %) sowie die schwierige Zusammenarbeit mit etablierten Playern (22 %). 19 % nennen die Erlangung einer aufsichtsrechtlichen Lizenz, je 17 % laufende Aufsichtspflichten sowie ein zu schwach ausgeprägte FinTech-Ökosystem. Dagegen sehen nur 7 % den Wettbewerb in Deutschland als Wachstumshemmnis.

Insgesamt erlebt eine deutliche Mehrheit von zwei Drittel (65 %) der FinTechs die Finanzmarktregulierung in Deutschland als einschränkend für ihr Unternehmen. 82 % beklagen, dass in Deutschland bei der Umsetzung von Regulierungsvorgaben die Risikovermeidung statt Innovation oder Kundenerfahrung im Zentrum steht. 67 % sehen sich dadurch im weltweiten Wettbewerb benachteiligt, 53 % im europäischen Wettbewerb. Entsprechend plädieren 72 % für ein klares und harmonisiertes Lizenzierungsverfahren in allen EU-Mitgliedsstaaten. Das würde den Marktzugang für FinTechs erleichtern, weil sie in jedem EU-Land dieselben Anforderungen und Standards erfüllen müssten.

Fazit: Die Politik ist gefordert den Technologie-Standort Deutschland zu fördern!

Deutschlands FinTech-Ökosystem wächst grundlegend dynamisch und gewinnt als Anbieter für digitale Finanzlösungen an Bedeutung. Die Erfolgschancen deutscher FinTechs werden dabei maßgeblich von der Standortzufriedenheit, dem regulatorischen Umfeld und der Praxis der Finanzaufsicht beeinflusst. Die Politik muss dafür den notwendigen Nährboden schaffen, damit der Technologie-Standort Deutschland gerade für FinTechs wettbewerbsfähig bleibt.

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Markus Miller | Gründer GEOPOLITICAL.BIZ

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