Digital Money: SAP testet Stablecoins!

(26.06.23) SAP ist aktuell für viele Analysten der einzige bedeutende Digitalkonzern mit Sitz in Deutschland. Das DAX-Unternehmen mit Sitz in Walldorf in Baden-Württemberg ist das mit Abstand wertvollste, börsennotierte Unternehmen Deutschlands. Nach Umsatz ist SAP das größte europäische und außeramerikanische, sowie weltweit eines der fünf größten Softwareunternehmen.

Nachdem sich die Deutsche Telekom bereits vor einiger Zeit Kryptowährungen geöffnet hat und beispielsweise über eine Tochtergesellschaft das Blockchain-Staking von Kryptowährungen wie Ethereum unterstützt, kommen jetzt auch von SAP interessante Nachrichten. Publiziert von Sissi Ruthe, einer Analystin und Expertin von Produkten bei SAP. Nachfolgend die wichtigsten Aussagen:

SAP testet grenzüberschreitende Zahlungen auf Basis der Blockchain-Technologie

Heutzutage sind grenzüberschreitende Zahlungen für viele kleine und mittlere Unternehmen mit internationalen Geschäftspartnern ein Problem. Teuer – bis zu 50 US-Dollar pro Transaktion, langsam – bis zu 7 Tage für die Übermittlung des Geldes und intransparent – ​​man kennt nie den Status der Transaktion. Diese großen Herausforderungen können mit digitalem Geld als Zahlungsmittel und einer Blockchain als zugrunde liegender Technologie gelöst werden. Anstatt herkömmliche Zahlungswege zu nutzen, vereinbaren Geschäftspartner die Abwicklung einer grenzüberschreitenden Transaktion mit USDC oder EUROC, bei denen es sich um tokenisierte Versionen des USD oder Euro handelt, die in einer Blockchain manifestiert werden.  Diese sogenannten Stablecoins sind 1:1 an die zugrunde liegende FIAT-Währung gekoppelt und gegen Bargeldbestände oder kurzfristige Staatspapiere besichert, wodurch jegliche Schwankungen vermieden werden.

Technisch gesehen benötigt jeder Geschäftspartner eine Wallet, die in der Blockchain-Welt einem Bankkonto entspricht. Diese Wallets können selbst verwahrt werden und ermöglichen so grenzüberschreitende Zahlungen ohne Zwischenhändler. Um eine Rechnung zu bezahlen, öffnet der Käufer einfach die Wallet-Software, erstellt eine Transaktion mit der Wallet des Verkäufers, signiert sie mit dem privaten Schlüssel und sendet sie zur Validierung und Ausführung an die Blockchain. Minuten später, nach der Verifizierung, geht das Geld im Wallet des Verkäufers ein (technisch gesehen eine USDC- oder EUROC-Münze) und steht dem Verkäufer zur Verfügung. Hinweis: USDC und EUROC basieren auf der Blockchain von Ethereum.

SAP hat seinen Digital Currency Hub gestartet

Ab heute können Sie sich einen ersten Eindruck von diesem neuen Ansatz für grenzüberschreitende Zahlungen verschaffen, denn SAP startet eine Vorschau des SAP Digital Currency Hub, die zeigt, wie einfach grenzüberschreitende Zahlungen mit Digital Money in Zukunft sein werden. Hierzu können sich SAP-Kunden einfach zum Test Drive anmelden und heute bereits die Zukunft des grenzüberschreitenden Zahlungsverkehrs erleben.  Im Rahmen des Test Drive erhalten die Anwender Test-USDC als Spielgeld zur Bezahlung einer Musterrechnung, die Sie auch beim Onboarding erhalten.

Die Testfahrt dient nur zu Versuchszwecken, läuft nicht auf der Haupt-Blockchain, sondern auf einem Testnetzwerk und beinhaltet keine echten Münzen. Folglich können und dürfen SAP-Kunden bei der Nutzung des Test Drive – noch – keine realen Zahlungen tätigen, sondern lediglich erleben, wie schnell, erschwinglich und zuverlässig grenzüberschreitende Zahlungen aussehen werden.

SAP-Kunden werden an die Blockchain-Technologie herangeführt

Obwohl es so einfach zu bedienen ist wie Online-Banking, verknüpft es die Zahlung mit Geschäftsobjekten wie Geschäftspartnern, Rechnungsnummern usw. und ist damit eine echte Lösung für Unternehmen. Wenn SAP-Kunden die Testversion veröffentlichen, können Sie davon ausgehen, dass Zahlungen mit Digital Money eng in die Finanzprozesse Ihres zugrunde liegenden SAP ERP-Systems (SAP Business One, Business ByDesign oder S/4HANA Cloud) integriert werden, sodass es sich um einen vollständig automatisierten Prozess mit autonomer Abstimmung handelt.

Mein Fazit: Ich begrüße diesen neuen Blockchain-Weg von SAP ausdrücklich. Mit Bezug zu den Ausführungen von Sissi Ruthe habe ich nur einen Kritikpunkt bzw. ausführenden Hinweis: Die Aussage „wodurch jegliche Schwankungen bei Stablecoins vermieden werden“ ist in dieser Form nicht belastbar. Gerade die jüngere Vergangenheit hat gezeigt, dass es auch bei einem solide konzipierten Stablecoin wie dem USDC zumindest zu einem temporären „Depeg“, also der Loslösung vom US-Dollar, kommen kann. Nämlich dann, wenn die Partnerbanken Probleme haben. Stablecoins sind nicht autark vom konventionellen Bankensystem, sondern ein tokenisierter Bestandteil des Ganzen!

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Markus Miller | Gründer GEOPOLITICAL.BIZ

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