Halving 2024: Euro-Geldmenge versus Bitcoin-Angebot!

(19.04.23) Eine der grundlegendsten Regeln in der Volks- und Betriebswirtschaftslehre ist der Zusammenhang von Angebot und Nachfrage. Je mehr von einem bestimmten Gut produziert wird oder am Markt vorhanden ist, desto höher ist die Angebotsmenge und bei gleichbleibender Nachfrage wirkt dieser Effekt negativ auf den Preis.
Gleiches gilt im umgekehrten Fall, je seltener ein nachgefragtes Gut, desto höher sein Preis. Dieses Prinzip gilt nicht nur für Güter, sondern auch für unser Geld in Form von Währungen. Je mehr Geld durch die Zentralbanken geschöpft wird, desto höher ist die „wahre“ Inflation und somit der Kaufkraftverlust einer Währung.

Die unlimitierten Euro-Geldmengen explodieren, der Wert des Geldes (Kaufkraft) verfällt!

Eine der wichtigsten Kennzahlen dafür ist die sogenannte Geldmenge. Das ist der gesamte Geldbestand einer Volkswirtschaft, der sich im Umlauf befindet. Die wichtigste Kennzahl ist dabei die Geldmenge M3 (Money 3). In der Euro-Zone sind das im Wesentlichen alle ausstehenden Banknoten und Münzen, Einlagen und Bankschuldverschreibungen mit einer Laufzeit von bis zu 2 Jahren sowie Geldmarktpapiere, wie beispielsweise Geldmarktfonds. Die Geldmenge M3 kann von der Europäischen Zentralbank relativ willkürlich erhöht werden. Je mehr Euro seitens der Notenbanken ausgegeben werden, desto höher ist dabei der inflationäre Effekt im Hinblick auf die Kaufkraftstabilität des Euro. Allein in der Euro-Zone beläuft sich die derzeit ausstehende Geldmenge auf rund 16 Billionen Euro. Noch vor 10 Jahren lag die Euro-Geldmenge bei lediglich rund 10 Billionen Euro. Vor 20 Jahren bei unter 5 Billionen Euro. Diese Zahlen belegen sehr eindrucksvoll, wie die Kaufkraft des Euros schwindet.

Stabilitätsfaktor: Die neu geschöpfte Bitcoin-Menge reduziert sich kontinuierlich!

Eines der wichtigsten Ereignisse der Kryptowelt ist bereits im Jahr 2024 wieder vorprogrammeiert, in Form des Bitcoin Halvings. Jeweils nach 210.000 Blöcken findet alle vier Jahre eine Halbierung der Belohnung für die Miner statt. Im Mai 2020 erfolgte das 3. Bitcoin Halving. Die nachfolgende Tabelle verdeutlicht, wie sich die Anzahl neu geschöpfter Bitcoins (Mining-Prozess) in den kommenden Jahren reduziert. Ganz im Gegensatz zur uferlos steigenden Euro-Geldmenge.

Der Blick auf die Historie des Bitcoin-Halvings

EreignisDatumBitcoin-Menge
Start des Bitcoin03.01.200910.500.000 BTC
1. Halving28.11.20125.250.000 BTC
2. Halving09.07.20162.625.000 BTC
3. Halving11. Mai 20201.312.500 BTC
4. Halving2024656.250 BTC
5. Halving2028328.125 BTC

92% aller Bitcoin sind bereits geschöpft

Das Bitcoin Halving wirkt – im Gegensatz zur inflationären Geldschöpfung konventioneller Papiergeldwährungen – in Kombination mit der Limitierung des Bitcoin (BTC) auf maximal 21 Millionen Bitcoin stark werterhaltend. 92% aller Bitcoin sind bereits mathematisch geschöpft und in der Bitcoin-Blockchain verankert. Der letzte Bitcoin wird auf Basis des Mining-Algorithmus erst im Jahr 2140 gemined. Annähernd 29% aller in Umlauf befindlichen Bitcoin haben sich in den letzten 5 Jahren nicht mehr bewegt. Das sind über 150 Mrd. US-Dollar an Marktkapitalisierung. Knapp 15% aller im Umlauf befindlichen Bitcoin haben sich seit einem Jahrzehnt nicht bewegt. Rund 2,7 Millionen Bitcoin sind entweder für immer verloren – allen voran durch den Verlust der Private Keys oder dem Tod von frühen BTC-Anlegern – und reduzieren somit die Angebotsmenge nachhaltig, oder befinden sich im Besitz äußerst disziplinierter Investoren (HODLER).
Mein Fazit: Der Bitcoin verfügt über eine eingebaute Inflationsschutz-Funktion, die von keiner Zentralinstanz verändert werden kann. Somit entsteht ein massiv positiver Effekt, im Hinblick auf die BTC-Kaufkraftstabilität und das damit verbundene Kurspotenzial des Bitcoin.

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Markus Miller | Gründer GEOPOLITICAL.BIZ

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