Warum gibt es Krypto-Geldautomaten?

banner(18.10.22) Die Internetseite Coinatmradar.com zeigt, dass es weltweit über 38.000 Krypto-Geldautomaten (ATMs) gibt. Das erreichen der Marke von 40.000 ist nur noch eine Frage der Zeit. In 79 Ländern stehen mittlerweile diese Geräte. Mit über 34.000 Krypto-ATMs (Bild: General Bytes) befinden sich die meisten davon in den USA, gefolgt von Kanada (2.643) und Spanien (261). Auch in Deutschland gibt es zwischenzeitlich annähernd 100 Standorte mit Krypto-Geldautomaten. Für mich sind Krypto-ATMs lediglich eine Brückentechnologie, nicht mehr und nicht weniger.

Die Zukunft – und auch schon große Teile der Gegenwart – liegt in mobilen Apps und nicht in stationären Automaten. Trotzdem verdeutlicht das starke Wachstum an Krypto-ATMs, dass hier ganz offensichtlich ein Bedarf und eine Nachfrage vorhanden ist. Ich kann das auch deswegen bestätigen, weil ich in meinem KRYPTO-X Office in Palma de Mallorca selbst einen Krypto-Geldautomaten stehen habe. Gleichzeitig begrüße ich es auch, wenn sich Verbraucherschutzorganisationen sachlich und kritisch auch mit diesen Entwicklungen auseinandersetzen. Genau das hat aktuell Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen gemacht:

Bitcoin-Automaten in Supermärkten: Was man wissen muss

Ein Blick in die Entwicklung der letzten zehn Jahre zeigt, dass es bei Bitcoin sehr große Schwankungen gibt. In kürzester Zeit sind hohe Gewinne, aber auch große Verluste möglich. „Wir befinden uns bei Bitcoins nicht im Bereich der strategischen Geldanlage, sondern in dem der Spekulation”, sagt Ralf Scherfling, Finanzexperte bei der Verbraucherzentrale NRW.

“Dazu kommen noch technische Risiken, denn Kryptowährungen müssen sicher aufbewahrt und gehandelt werden.” Außerdem ist die Kryptowährung Bitcoin kein gesetzliches Zahlungsmittel. Man hat also keinen Rechtsanspruch auf Rückgabe. Wer trotzdem kaufen will, sollte dies nur als Beimischung von maximal fünf Prozent seines Vermögens tun. Und nur mit Geld, auf das man im Zweifel verzichten kann.

Warum gibt es Bitcoin-Automaten?

Bitcoin-Automaten sollen unter anderem Menschen erreichen, die sich zwar für das digitale Geld interessieren, aber bisher an technischen Hürden gescheitert sind. Kaufen und verkaufen auf Internet-Plattformen, die Handhabung einer elektronischen Wallet – das ist die digitale Brieftasche, in der Kryptowährungen aufbewahrt werden – und die Notwendigkeit, grundlegende Funktionsweisen zu verstehen, wirken abschreckend. Wenn man allerdings nur ein paar Geldscheine in einen Automaten stecken muss, ist das für einige vermeintlich einfach und vielleicht sogar attraktiv geworden. Zumal man es sogar während eines sowieso geplanten Einkaufs machen kann.

Wie funktionieren Bitcoin-Automaten?

Ganz so einfach sind die Bitcoin-Automaten in der Praxis dann aber nicht. Wer die digitale Währung am Automaten kaufen möchte, benötigt vorher eine spezielle App auf seinem Smartphone. Denn dort wird die gekaufte Kryptowährung dann in der Wallet gutgeschrieben. Um die App installieren zu können, muss man sich im Vorfeld bei dem Betreiber registriert und die eigene Identität bestätigt haben. Einfach mal spontan an einem Automaten Bitcoin kaufen funktioniert also nicht.

Hinweis Markus Miller: Die Aussagen sind ist in dieser Pauschalität unzutreffend. Es gibt sehr wohl Länder und ATMs, bei denen anonyme Ein- und Auszahlungen bis zu einer gewissen Grenze ohne Legitimation bzw. Verifikation möglich sind. Ebenso bieten bestimmte Krypto-ATMs auch die Möglichkeit eine Paper-Wallet auszudrucken, so dass keine App notwendig ist. Dennoch muss auch hier eine technologische Folgeaktion (Import des Private Keys) in der Zukunft erfolgen.

Schauen, wer der Anbieter ist

Betreiber von Bitcoin-Automaten benötigen eine Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Um diese zu bekommen, arbeiten Betreiber von Bitcoin-Automaten mit einer Partnerbank zusammen. Daher sollte man immer prüfen, ob die Erlaubnis vorliegt und wer die Partnerbank ist. Schlimmstenfalls wirft man sonst Geld an einem nicht autorisierten Automaten ein. Seriöse Betreiber stellen auf ihrer Homepage alle notwendigen Informationen zur Partnerbank und zur Registrierung bei der BaFin zur Verfügung. Bei der Unternehmensdatenbank der BaFin kann man dann überprüfen, ob die gemachten Angaben stimmen.

Nachteile der Bitcoin-Automaten

Wer trotz der Risiken spekulieren und Bitcoin kaufen möchte, sollte prüfen, ob er die digitale Währung auf einer seriösen Plattform nicht preiswerter bekommen kann. Denn bei Bitcoin-Automaten können durchaus Gebühren von zehn Prozent oder mehr anfallen. Außerdem kann man an den aktuell in Deutschland aufgestellten Automaten Bitcoin ausschließlich kaufen. Wer die Kryptowährung veräußern möchte, muss spätestens dann eine Alternative zum Automaten finden. Außerdem ist ein schneller Verkauf nur möglich, wenn man seine Wallet zeitnah mit der Plattform oder Börse verbinden kann.

Mein Fazit: Fundierter und ausgewogener Beitrag der Verbraucherzentrale NRW

Bitcoin- bzw. Krypto-Geldautomaten gibt es natürlich nicht nur in Supermärkten. Die Möglichkeiten werden sich darüber hinaus auch in Deutschland weiter verbessern. Grundlegend gehe ich mit den obigen Einschätzungen im Großen und Ganzen mit, wobei natürlich auch ein scheinbar sicheres Tagesgeld oder Sparbuch am Ende des Tages eine Spekulation ist. Nämlich auf die Stabilität unsers Banken- und Währungssystems.

Jede Anlageklasse und jedes Investments ist am Ende des Tages ein Gift oder ein Medikament, den Unterschied macht rein die Dosis. Auch hier bewerte ich die durch die Verbraucherzentrale NRW empfohlene Richtgröße von 5% als sinnvoll, weil ausgewogen. Insgesamt bewerte ich die Veröffentlichung der Verbraucherzentrale NRW auch in Bezug auf ihre kritischen Aspekte als fundiert und begrüßenswert. Weiterführende Infos

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Beste Grüße

Markus Miller

Gründer und Chefanalyst KRYPTO-X.BIZ und GEOPOLITICAL.BIZ

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