Bitcoin-Evolutionen Taproot und Taro!

Gerade in Zeiten massiver Marktverwerfungen und Kurseinbrüchen an den Kryptomärkten ist es nach meiner Einschätzung stets sehr hilfreich, den Blick auf das große Ganze nicht zu verlieren. Das Blockchain-Unternehmen Lightning Labs aus der Schweiz hat vor kurzem eine weitere Bitcoin-Entwicklungsstufe namens Taro angekündigt. Dahinter verbirgt sich ein neuer Protokollvorschlag für den Bitcoin und das Lightning Network, einem Kernelement zur Optimierung der Bitcoin-Zahlungskanäle, das bereits seit dem Jahr 2015 sukzessive weiterentwickelt wird.

Taro zielt darauf ab, neue Anwendungsfälle für das Bitcoin-Netzwerk zu schaffen. Beispielsweise die direkte Ausgabe von Vermögenswerten über den Bitcoin, sowie die sichere Übertragung via Lightning. Wichtig ist es dabei, eine hohe Skalierbarkeit zu gewährleisten, um das Bitcoin-Netzwerk nicht aufzublähen.

Lernen von der Botanik: die Bitcoin-Wurzelkunde

Zu diesem Zweck plant Lightning Labs die jüngste Erweiterung des Bitcoin-Protokolls namens Taproot zu nutzen. Dahinter steht ein Software-Update, das im November letzten Jahres in den Bitcoin-Code eingefügt wurde. Übersetzen lassen sich die Begriffe Taproot mit „Pfahlwurzel“ und Taro mit „Wasserbrotwurzel“. Blockchain-Entwickler sind mit Sicherheit keine Botaniker, aber der Zweck dieser Begriffswahl ist sehr klar. Die Übertragung der Stärke, Verzweigung und Skalierbarkeit einer Wurzel auf eine Blockchain-Anwendung, so dass die nach wie vor sehr junge Pflanze des Bitcoin weiter wächst und an Stabilität gewinnt.

Wenn Taro erfolgreich implementiert wird, ist die Grundlage geschaffen, den Bitcoin in eine hochgradig programmierbare Blockchain zu verwandeln, mit vergleichbaren Funktionalitäten für intelligente Verträge (Smart Contracts), wie diese über die Ethereum Blockchain in Form von fungiblen ERC20 und ERC721-Token, aber auch Non Fungible Token (NFTs) möglich sind. Dadurch können alle Arten von Vermögenswerten in das Bitcoin-Netzwerk eingebracht und unmittelbar über das Lightning Network übertragbar werden, so dass ein Multi-Asset-Netzwerk entsteht.

Fazit: das Spannungsfeld zwischen Dedollarisierung und Bitcoinisierung bietet große Chancen!

Über Taro würden sich somit auch alle Währungen der Welt unkompliziert und Bitcoin-basiert abwickeln lassen, was die Dedollarisierung bzw. die Bitcoinisierung des US-Dollar massiv verstärken würde. Der Bitcoin ist nicht nur „digitales Gold“, sondern hat das Zukunftspotenzial eine Vielzahl an weiteren, vielschichtigen Funktionalitäten abzubilden. Weiterführende Infos

Beste Grüße

Markus Miller

Gründer und Chefanalyst KRYPTO-X.BIZ und GEOPOLITICAL.BIZ

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