Weinflaschen auf der Blockchain!

Im Kloster Eberbach werden bereits seit 1806 Weine versteigert. Diese lange Tradition wurde bereits im vergangenen Jahr in ein neues Zeitalter geführt. Aufgrund der Corona-Krise wurde die „nasse Versteigerung“ nicht als Präsenzveranstaltung durchgeführt, sondern als Livestream übertragen. Steiginteressenten konnten in einem Online-Portal zeitgleich mitsteigern. Dieses Jahr gehen die Weingüter des VDP.Rheingau noch einen Schritt weiter und installieren einen NFC-Chip an jeder Flasche.

Ein NFC-Chip schützt vor Fälschungen

NFC steht für Near Field Communication, auf Deutsch Nahfeldkommunikation. Auf kurze Distanz von wenigen Zentimetern können kontaktlos Daten per elektromagnetischer Induktion übertragen werden. Ein solcher Chip ist beispielsweise auch in Smartphones oder Girokarten enthalten und ermöglicht das kontaktlose Bezahlen.

Das junge Unternehmen viniD, mit Sitz in der Schweiz, hat sich auf diese Technologie für Wein spezialisiert. Die nicht abnehmbaren Chips sind dynamisch verschlüsselt und der am Flaschenkopf positionierte Chip erkennt die Öffnung der Flasche sofort. Somit ist es nicht möglich die Flasche wiederzuverwenden oder eine Fälschung herzustellen.

Die Blockchain-Technologie macht es möglich

Jeder Chip hat einen digitalen Zwilling, den sogenannten Non-Fungible Token, ( NFT). Dieser kryptografisch einzigartige und unteilbare Token, repräsentiert eine einzelne Flasche in der Blockchain. Der Besitzer der Flasche kann mit seinem Smartphone den Chip scannen und somit den digitalen Flaschenzwilling (NFT) in seinem digitalen Weinkeller sichern. Dadurch wird der Besitzer in der Blockchain unveränderbar abgespeichert und es entsteht eine einzigartige Besitzerhistorie für jede Flasche.

Diese innovative Echtheitsgarantie stellt einen großen Mehrwert für Weinenthusiasten, Sammler, Händler und auch Weingüter dar. Das Weingut Kloster Eberbach lagert Weine teilweise für mehrere Jahrzehnte, aber sobald sie die Schatzkammer verlassen, besteht keine Garantie über die Echtheit der Flaschen. Aus diesem Grund wurden auch nie Flaschen zurückgekauft. Dies könnte sich nun ändern, aufgrund der neuen Möglichkeiten durch die Blockchain-Technologie.

Die Weinflasche als Kommunikationskanal

Der digitale Weinkeller ist eine App des Herstellers viniD und bietet neben der Absicherung der Flasche noch viele weitere Möglichkeiten. Beispielsweise werden dem Besitzer der Flasche Informationen zu dem ersteigerten Wein angezeigt und die Möglichkeit gegeben, anonym Kontakt zu dem Winzer aufzunehmen, Fragen zu stellen und sich auszutauschen.

Unterschiedliche Flaschengrößen oder Verschlüsse stellen keine Herausforderung da

Ob eine 12 Liter-Flasche, wie zum Beispiel vom Weingut Allendorf, ein 107-jähriger Wein aus dem Weingut Schloss Johannisberg oder ein Sekt vom Wein-und Sektgut Barth, kein Verschluss stellt ein Hindernis für die Versiegelung durch den Chip dar. Das überarbeitete Design wird das Versteigerungslogo inklusive des Datums der Versteigerung präsentieren und ist somit unverkennbar. Weiterführende Infos …

Beste Grüße

Markus Miller

Gründer und Chefanalyst KRYPTO-X.BIZ und GEOPOLITICAL.BIZ

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