Digitale Vermögenswerte: Liechtensteiner Bank tokenisiert Kunst-Objekt!

Die VP Bank aus dem Fürstentum Liechtenstein hat vor kurzem die Aufnahme in das sogenannte Token und VT-Dienstleister-Register (TVTG) durch die Finanzmarktaufsicht Liechtenstein bekannt gegeben. Damit eröffnet die VP Bank ihren Kunden eine Vielzahl von neuen Lösungen durch die Digitalisierung von Vermögenswerten.

Der globale Kunstmarkt wird aktuell auf rund 1.7 Billionen US-Dollar geschätzt. Das Kunstwerk „Salvator mundi“ von Leonardo da Vinci ist mit einem Verkaufserlös von 450.3 Millionen US-Dollar das bis heute teuerste verkaufte Gemälde, das öffentlich bekannt ist. Der Rekordverkauf erfolgte 2017 auf die klassische Art einer Versteigerung. Wenn es um den Umgang mit solchen realen Vermögenswerten geht, zeigen sich diverse Herausforderungen: ein eingeschränkter Kreis möglicher Besitzer, hoher bürokratischer Aufwand beim Erwerb sowie starke Lokalisierung durch Auflagen bei Transport und Lagerung.

Durch die Tokenisierung können Gemälde, aber auch andere Kunstwerke wie Skulpturen oder Fotografien wesentlich einfacher zugänglich gemacht und maßgeschneiderte Lösungen für individuelle Aufgabenstellungen angeboten werden. Die VP Bank eröffnet ihren Kunden als erste Bank in Liechtenstein den Zugang zu einer Vielzahl an innovativen Dienstleistungen für Besitzer und Verwalter von Kunstgegenständen. Grundlage dazu ist die erfolgreiche Aufnahme in das TVTG-Register.

Die Tokenisierung von realen Vermögenswerten bietet großes Potenzial

Mit dem Token- und VT-Dienstleister-Gesetz, welches auch als Blockchain-Gesetz bekannt ist, hat das Fürstentum Liechtenstein eine weltweit einzigartige rechtliche Grundlage für die Token-Ökonomie geschaffen. Das Gesetz schafft Rechtssicherheit für Dienstleister von vertrauenswürdigen Technologien (VT). Die VP Bank registrierte sich im ersten Schritt als Token-Erzeuger und als VT-Token-Verwahrer. In der Rolle des Token-Verwahrers garantiert die VP Bank als langjährig erfolgreiche und finanziell gesunde Bank einen hervorragenden Sicherheitsstandard. Weitere Registrierungsanträge, um zusätzliche Dienstleistungen zu erbringen, sind in Prüfung.

Die VP Bank ist neu in der Lage, Eigentumsansprüche an realen Vermögenswerten digital auf der Blockchain abzubilden und als Token aufzubewahren. Dies entspricht einer effizienten und kostengünstigen Strukturierungslösung, die zum Beispiel Kunstgegenstände teilbar und verwahrfähig macht. Diese neuen Möglichkeiten eröffnen sich auch für Kunstgalerien, Museen oder Kunststiftungen. Kundinnen und Kunden profitieren von einer gesamtheitlichen Vermögensübersicht und einer transparenten Darstellung geteilter Eigentumsverhältnisse im Vermögensauszug sowie im e-Banking.

VP Bank: Das erste Kunstobjekt wurde bereits erfolgreich tokenisiert

Die Möglichkeit tokenisierter Vermögenswerte bietet für die VP Bank insbesondere in ihrem Kerngeschäft mit Intermediären wie Vermögensverwalter neue Chancen, wenn beispielsweise reale Vermögenswerte für Nachfolgelösungen geteilt werden sollen. Zusätzlich schafft die VP Bank mit einem Netzwerk aus renommierten Partnern eine vielfältige Servicelandschaft für konventionelle wie innovative Dienstleistungen.

Die digitale Abbildung von realen Vermögenswerten entspricht ganz offensichtlich einem steigenden Bedürfnis. Die VP Bank hat mit der Aufnahme in das TVTG-Register das erste physische Kunstobjekt bereits erfolgreich tokenisiert und somit erstmalig in Liechtenstein Eigentumsansprüche an einem physischen Kunstwerk digital auf der Blockchain abgebildet. Weiterführende Infos… 

Markus Miller

Gründer und Chefanalyst KRYPTO-X.BIZ und GEOPOLITICAL.BIZ

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