9 Krypto-Warnungen von Bitcoin Buyer über Cryptolicht bis Top Cryptos!

Annähernd täglich erhalte ich Anfragen mit der Bitte zu meiner fachlichen Einschätzung von Krypto-Anbietern, Trading- bzw. Arbitrage-Systemen oder angeblich neuen Kryptowährungen und Initial Coin Offerings (ICOs). Meine Berichte stoßen dabei auf ein sehr großes Interesse.

Derzeit tritt eine Vielzahl von potenziell unseriösen Handelsplattformen an den Markt heran. Bei einigen besteht auch der Verdacht der organisierten Kriminalität. Die BaFin und die Polizei haben bereits Anfang Dezember 2018 vor betrügerischen internationalen Online-Handelsplattformen gewarnt. Aus diesem Grunde heute ein Blick auf aktuelle Warnungen der Aufsichtsbehörden aus Deutschland in Form der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und der Finanzmarktaufsicht Österreich (FMA) zu Anbietern mit Bezug zu Kryptowährungen.

Vier aktuelle Warnungen (Unerlaubte Geschäfte) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)

Die BaFin nimmt ihre Aufgaben und Befugnisse gemäß § 4 Absatz 4 Finanzdienstleistungsaufsichtsgesetz (FinDAG) nur im öffentlichen Interesse wahr. Aufgrund der gesetzlichen Verschwiegenheitspflicht kann sie Dritte nicht über den Verlauf und das Ergebnis eines Verwaltungsverfahrens unterrichten. Sie können die BaFin aber bei ihrer Arbeit unterstützen. Wenn Sie konkrete Hinweise zu den hier genannten Anbietern haben, beispielsweise Muster der Vertragsunterlagen, E-Mail-Adressen, Ruf- und Faxnummern der Kommunikationspartner oder die Kontoverbindung des Anbieters, dann wenden Sie sich an die Hinweisgeberstelle der BaFin.

1. Han­dels­platt­form „Bit­coin Buy­er“: Ba­Fin er­mit­telt ge­gen die Ver­ant­wort­li­chen

Die BaFin stellt gemäß § 37 Absatz 4 Kreditwesengesetz (KWG) klar, dass der Betreiber der Handelsplattform „Bitcoin Buyer“, angeboten über die Webseiten bitcoin-buyer.de sowie bitcoin-buyer.app/de/, keine Erlaubnis nach dem KWG zum Betreiben von Bankgeschäften oder Erbringen von Finanzdienstleistungen besitzt. Die Verantwortlichen unterliegen nicht der Aufsicht der BaFin. Der Inhalt der Webseiten sowie Informationen und Unterlagen, die der BaFin vorliegen, rechtfertigen die Annahme, dass der Betreiber der Plattform unerlaubt Bankgeschäfte bzw. Finanzdienstleistungen in Deutschland anbietet. Der Betreiber führt auf der Website bitcoin-buyer.de aus, alle Partner-Makler seien von Tier-1-Regulierungsbehörden wie der britischen Financial Conduct Authority (FCA) und der australischen Securities and Investment Commission (ASIC) reguliert. Der BaFin liegen keine Hinweise auf eine tatsächliche Zusammenarbeit der Plattform mit regulierten Maklern vor.

2. Handelsplattform cryptolicht.com: BaFin ermittelt gegen die Smarteek Sp. Z.o.o.

Die BaFin stellt gemäß § 37 Absatz 4 Kreditwesengesetz (KWG) klar, dass die Smarteek Sp. Z.o.o., Polen, keine Erlaubnis nach dem KWG zum Betreiben von Bankgeschäften oder Erbringen von Finanzdienstleistungen besitzt. Das Unternehmen unterliegt nicht der Aufsicht der BaFin. Die Inhalte der von der Smarteek Sp. Z.o.o. betriebenen Website cryptolicht.com sowie Informationen und Unterlagen, die der BaFin vorliegen, rechtfertigen die Annahme, dass die Gesellschaft unerlaubt Bankgeschäfte bzw. Finanzdienstleistungen Deutschland anbietet.

Aus den Inhalten der Website gehen weitere Adressen in Großbritannien und offensichtlich für eine Gesellschaft TechGuide Solutions OÜ in Estland hervor. In den auf der Seite abrufbaren Geschäftsbedingungen wird die Plattform nicht mit „Crypto Licht“ bezeichnet, sondern als „Financials-Experts-Plattform“ benannt. Weiter heißt es dort, Financials Experts sei ein Handelsname der AntariLLa Management Inc., Seychellen. Es fällt zudem auf, dass die Websites cryptolicht.com und financials-experts.com vollkommen identisch sind. Die BaFin hat die Aufnahme von Ermittlungen gegen die AntariLLA Management Inc., als Betreiber der Handelsplattform financials-experts.com, bereits am 6. Juli 2021 auf ihrer Homepage bekannt gemacht.

3. Handelsplattform „Top Cryptos“: BaFin ermittelt gegen die Verantwortlichen

Die BaFin stellt gemäß § 37 Absatz 4 Kreditwesengesetz (KWG) klar, dass die Verantwortlichen für die Landingpage cnw-offers.live/top-cryptos-de, die Kunden für die Handelsplattform „Top Cryptos“ werben, keine Erlaubnis nach dem KWG zum Betreiben von Bankgeschäften oder Erbringen von Finanzdienstleistungen haben. Die Verantwortlichen unterliegen nicht der Aufsicht der BaFin. Der Inhalt der Webseite rechtfertigt die Annahme, dass der Betreiber der beworbenen Plattform unerlaubt Bankgeschäfte bzw. Finanzdienstleistungen in der Bundesrepublik Deutschland anbietet.

4. Han­dels­platt­form bit­coin­welt.co: Ba­Fin er­mit­telt ge­gen die Bit­coin­Welt

Die BaFin stellt gemäß § 37 Absatz 4 Kreditwesengesetz (KWG) klar, dass die BitcoinWelt keine Erlaubnis nach dem KWG zum Betreiben von Bankgeschäften oder Erbringen von Finanz¬dienstleistungen besitzt. Das Unternehmen wird nicht von der BaFin beaufsichtigt. Die Inhalte auf ihrer Webseite bitcoinwelt.co rechtfertigen die Annahme, dass die BitcoinWelt unerlaubt Bankgeschäfte und Finanzdienstleistungen in Deutschland betreibt.

Fünf aktuelle Investorenwarnungen der Finanzmarktaufsicht Österreich (FMA)

Die FMA Österreich kann durch Kundmachung im Internet oder in einer Zeitung mit Verbreitung im gesamten Bundesgebiet die Öffentlichkeit informieren, dass eine namentlich genannte natürliche oder juristische Person zur Vornahme bestimmter Bankgeschäfte (§ 1 Abs 1 BWG) nicht berechtigt ist, sofern diese Person dazu Anlass gegeben hat und eine Information der Öffentlichkeit erforderlich und im Hinblick auf mögliche Nachteile des Betroffenen verhältnismäßig ist. Auch an die FMA können Sie aktiv Hinweise übermitteln. Zu den nachfolgenden Unternehmen wurden zuletzt Investorenwarnungen veröffentlicht:

1. Kryptowährung „YEM“ / Blacksea Blockchain Consulting LLC

Achtung! Die FMA warnt vor dem Abschluss von Geschäften mit: Kryptowährung „YEM“ – Blacksea Blockchain Consulting LLC mit angeblichem Sitz in Tiflis, Georgien sowie Souldancer LLC mit angeblichem Sitz in Oakland Park, Florida. Diese Anbieter haben keine Berechtigung, konzessionspflichtige Bankgeschäfte in Österreich zu erbringen. Es ist den Anbietern daher die gewerbliche Ausgabe und Verwaltung von Zahlungsmitteln wie Kreditkarten, Bankschecks und Reisechecks, wobei die Laufzeit der Kreditierung bei Kreditkarten nicht beschränkt ist (§ 1 Abs. 1 Z 6 BWG), nicht gestattet. Diese Veröffentlichung basiert auf § 4 Abs 7 Bankwesengesetz und erfolgte am 08.10.2021 auch im Amtsblatt zur Wiener Zeitung.

2. thebitcoinup.net

Achtung! Die FMA warnt vor dem Abschluss von Geschäften mit: thebitcoinup.net. Auch dieser Anbieter hat keine Berechtigung, konzessionspflichtige Bankgeschäfte in Österreich zu erbringen. Es ist dem Anbieter daher die gewerbliche Entgegenahme fremder Gelder zur Verwaltung (§ 1 Abs 1 Z 1 erster Fall Bankwesengesetz) nicht gestattet. Diese Veröffentlichung basiert auf § 4 Abs 7 Bankwesengesetz und erfolgte am 24.09.2021 auch im Amtsblatt zur Wiener Zeitung.

3. Victoria Coins

Achtung! Die FMA warnt vor dem Abschluss von Geschäften mit: Victoria Coins. Web: www.victoria-coins.com. Auch dieser Anbieter hat keine Berechtigung, konzessionspflichtige Bankgeschäfte in Österreich zu erbringen. Es ist dem Anbieter daher der gewerbliche Handel auf eigene oder fremde Rechnung (§ 1 Abs 1 Z 7 Bankwesengesetz) nicht gestattet.

4. MYBITCHAIN

Achtung! Die FMA warnt vor dem Abschluss von Geschäften mit: www.mybitchain.com mit angeblichem Sitz in 1120 Wien. Auch dieser Anbieter hat keine Berechtigung, konzessionspflichtige Bankgeschäfte in Österreich zu erbringen. Es ist dem Anbieter daher der gewerbliche Handel auf eigene oder fremde Rechnung (§ 1 Abs 1 Z 7 Bankwesengesetz) nicht gestattet. Diese Veröffentlichung basiert auf § 4 Abs 7 Bankwesengesetz und erfolgte am 06.08.2021 auch im Amtsblatt zur Wiener Zeitung.

5. Uni-Coins

Achtung! Die FMA warnt vor dem Abschluss von Geschäften mit: Uni-Coins www.uni-coin.global mit angeblichem Sitz in 1230 Wien. Auch dieser Anbieter hat keine Berechtigung, konzessionspflichtige Bankgeschäfte in Österreich zu erbringen. Es ist dem Anbieter daher die gewerbliche Entgegenahme fremder Gelder zur Verwaltung (§ 1 Abs 1 Z 1 erster Fall Bankwesengesetz) nicht gestattet.

Achtung vor den Krypto-Betrügern!

Neben meinen fundierten Empfehlungen befasse ich mich auch fortlaufend sehr intensiv mit schwarzen Schafen und unseriösen Krypto-, Mining- oder Trading-Anbietern. Diese missbrauchen den Krypto-Boom, um ihre – meist in betrügerischer Absicht konzipierten – Shitcoins oder angeblichen Krypto-Investment- (SCAM) bzw. Schneeball-Systeme (PONZI) gezielt und bewusst an unbedarfte Anleger zu verkaufen. Ich warne Sie regelmäßig vor dubiosen Anbietern und aktuellen Betrugsmaschen und gehe selbst aktiv gegen dubiose Anbieter und Gestalten vor. Weiterführende Infos… 

Markus Miller

Gründer und Chefanalyst KRYPTO-X.BIZ und GEOPOLITICAL.BIZ

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