FIU-Meldungen zu Kryptowährungen explodieren!

Die Financial Intelligence Unit (FIU) analysiert als Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen Verdachtsmeldungen nach dem Geldwäschegesetz. Meldepflichtige nach dem Geldwäschegesetz sind u.a. Kreditinstitute, Finanzdienstleistungs-, Zahlungs- und E-Geld-Institute, Kapitalverwaltungsgesellschaften, Finanz- und Versicherungsunternehmen, Rechtsanwälte, Notare, Immobilienmakler, Veranstalter und Vermittler von Glücksspielen und Güterhändler (Z.B. Edelmetallhändler) sowie die entsprechenden Aufsichtsbehörden.

Aus dem aktuell veröffentlichten Jahresbericht 2020 der FIU geht hervor, dass die Zahl der Geldwäsche-Verdachtsmeldungen weiter massiv ansteigt. Mit insgesamt 144.005 Verdachtsmeldungen (2019: 114.914) gingen rund ein Viertel mehr Verdachtsmeldungen bei der Financial Intelligence Unit (FIU) ein als im Vorjahr. Damit setzte sich der bereits 2019 verzeichnete Trend fort. Mit einem absoluten Zuwachs von rund 29.000 Meldungen stellt dies in der Gesamtbetrachtung den zweithöchsten Anstieg innerhalb eines Jahres dar. In den letzten zehn Jahren hat sich das jährliche Meldeaufkommen mehr als verzwölffacht!

Das Meldeaufkommen bei Kryptowährungen steigt überproportional

Das Meldeaufkommen im Zusammenhang mit Kryptowährungen (Kryptowerten) ist gegenüber dem Gesamtmeldeaufkommen überproportional gestiegen. Hier hat sich die Zahl der eingehenden Verdachtsmeldungen im Vergleich zum Jahr 2019 mehr als verdoppelt. Insgesamt wurden der FIU im Jahr 2020 rund 2.050 Verdachtsmeldungen übermittelt, bei denen der Meldungsgrund „Auffälligkeiten im Zusammenhang mit Kryptowährungen“ angegeben wurde. Wie auch im Vorjahr steht ein großer Teil dieser Meldungen im Zusammenhang mit Betrugsdelikten.

Geschädigte sind hier in der Regel Personen, deren Bestellungen von Waren und Gütern – zum Beispiel über Auktionsportale, Kleinanzeigen-Webseiten oder Fakeshops – ins Leere liefen, die Vermögensanlagen mit betrügerischem Hintergrund tätigten oder bei denen Täter die Verfügungsgewalt über ihre Bankkonten erlangten (zum Beispiel durch Phishing).

Die Vorgehensweise im Zusammenhang mit den betrügerischen Aktivitäten ist dabei stets ähnlich: Für die Zahlung der Kaufpreise werden Kontoverbindungen genutzt, über die die Täter direkt oder indirekt verfügen. Von dort aus werden die Gelder unmittelbar weitertransferiert, entweder an (oftmals im Ausland ansässige) Handelsplätze für Kryptowährungen (Kryptobörsen) oder zunächst auf weitere Konten mit anschließender Konvertierung in Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum. Weiterführende Infos… 

Markus Miller

Gründer und Chefanalyst KRYPTO-X.BIZ und GEOPOLITICAL.BIZ

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