Zukunft des Bankings: Digitale Identitäten!

Die deutschen Banken können bei der Bereitstellung digitaler Identitäten eine führende Rolle einnehmen. In der aktuellen „Bankenstudie 2021 – Spannungsfeld Digitalisierung“ spricht sich die Mehrheit der Branchenexperten dafür aus, dass die Finanzinstitute künftig auf bankeigenen Plattformen digitale Identifizierungs-Services anbieten. Damit könnten die Unternehmen auch den Angriff bankfremder Wettbewerber abwehren. Für die Studie hat der Digitalisierungs- und Innovationsexperte ti&m mehr als 200 Experten aus der Finanzbranche befragt.

Finanzinstitute haben einen riesigen Erfahrungsschatz hinsichtlich der Erfüllung geltender Identifikations- und Ausweispflichten aufgebaut. Keine andere Branche wird vom Regulierer so stark beaufsichtigt. Nicht zuletzt deshalb hat sich der Bankenverband (BdB) in einem Positionspapier dafür ausgesprochen, dass die Banken bei der Verifizierung und Nutzung digitaler Identitäten eine zentrale Rolle einnehmen sollten.

Diese Überzeugung teilen auch die in der ti&m-Bankenstudie befragten Experten, die in Identifikationsdiensten eine sinnvolle Erweiterung des Leistungsportfolios der Banken sehen. Im Zuge des härter werdenden Wettbewerbs sind die Banken heute eher gewillt, ihr Produktangebot auszuweiten und verschiedene Services über Plattformen zur Verfügung zu stellen. Die Identifizierung durch Bereitstellung einer digitalen Identität wird dabei von 61 Prozent der befragten Experten befürwortet.

Banken als ideale Schnittstelle zwischen analoger und digitaler Identität

Dabei müsse auf ein pragmatisches und reibungslos funktionierendes Miteinander von öffentlicher und privater Seite geachtet werden. Schon heute verfügten die Banken – nicht zuletzt aufgrund der authentifizierten Girokonten-Inhaber – über einen umfassenden Pool an verifizierten Identitäten von Bürgern mit einer Bankverbindung. In skandinavischen Ländern wie Dänemark oder Schweden zeigt sich, dass diese Daten für neue Identitätslösungen im E-Commerce aber auch in behördlichen Prozessen genutzt werden können.

Die Banken profitieren dabei von ihrer besonderen Marktstellung: Die Branche genießt immer noch ein sehr hohes Ansehen, was die Vertraulichkeit betrifft. Dies belegt auch eine repräsentative Umfrage unter Bankkunden, die ti&m im vergangenen Jahr durchgeführt hat. Demnach vertrauen 90 Prozent der Deutschen ihrer Bank in punkto Datensicherheit. Das ist eine ideale Grundlage, um als Dienstleister die Schnittstelle zwischen analoger und digitaler Identität zu bedienen. Digitale Identitäten, die wiederum mit der Blockchain-Technologie abgesichert werden können, sind somit ein Zukunftsgeschäftsfeld der Banken, im Bereich der derzeit neu entstehenden Krypto-Ökonomie. Weiterführende Infos… 

Markus Miller

Gründer und Chefanalyst KRYPTO-X.BIZ und GEOPOLITICAL.BIZ

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