Digitales China: Chengdu-Chongqing!

In unserer schnelllebigen Welt, in der wir im Minutentakt auf Veränderungen bei den Kursen von Aktien- und Kryptowährungen blicken, ist es ebenfalls sehr wichtig, die Ruhe und den Blick auf das große Ganze zu bewahren. Im Hinblick auf politische und wirtschaftliche Planungen in Deutschland habe ich häufig den Eindruck, dass Ziele überwiegend in Legislaturperioden oder Geschäftsjahren definiert werden. Langfristige Ziele mit großer strategischer Bedeutung für unsere Volkswirtschaft und den Wohlstand unserer Gesellschaft in der Zukunft, werden dabei zu stark vernachlässigt. Ich bin wahrlich kein großer Freund staatlicher Planwirtschaft und selbstverständlich schon gar kein Sozialist, dennoch bewerte ich die langfristigen strategischen Ziele die Chinas kommunistische Zentralregierung verfolgt als äußerst intelligent.

Die chinesische Führung hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis zum 100. Geburtstag der Volksrepublik Chinas im Jahr 2049 zu einer Supermacht in Wissenschaft und technologischer Innovation zu werden. Chinas Förderung der digitalen Plattformökonomie umfasst Initiativen wie „Internet Plus“, „Made in China 2025“ und „China Standards 2035“, eine Strategie für die Entwicklung von Standards für die Künstliche Intelligenz und das Internet der Dinge. Vorbildlich für diese Entwicklungen ist die chinesische Wirtschaftsregion Chengdu-Chongqing, auf die sich eine aktuelle Medienveröffentlichung des „China Reports“ bezieht:

China schafft Knotenpunkte für technologische Innovationen

Der am Oberlauf des Jangtse-Flusses gelegene Wirtschaftskreis Chengdu-Chongqing ist das Gebiet mit der höchsten Industriedichte und den meisten Städten im Westen Chinas. Statistiken zufolge verzeichnete das Gebiet Chengdu-Chongqing im Jahr 2019 ein Gesamt-BIP von nahezu 7 Billionen Yuan und ist damit nach der Region des Jangtse-Flussdeltas, der Greater Bay Area Guangdong-Hongkong-Macao und der Region Peking-Tianjin-Hebei ein weiteres Gebiet mit großem wirtschaftlichem Gewicht.

Anfang 2020 untersuchte die Finanz- und Wirtschaftskommission des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas die Entwicklung des Wirtschaftskreises Chengdu-Chongqing und schlug vor, diesen zu einem national einflussreichen Knotenpunkt für technologische Innovationen auszubauen. Am 25. Februar 2021 veröffentlichte das Ministerium für Wissenschaft und Technologie Richtlinien zur Förderung neuer Entwicklungsmodelle und technologischer Innovationen in Chinas westlicher Region. Das Dokument setzte im Wesentlichen darauf, die Region Chengdu-Chongqing in einen Knotenpunkt für technologische Innovationen auszubauen. Derartiges sollte auch Deutschland angehen, also beispielsweise die Region Rhein-Main so fördern, wie China Chengdu-Chongqing.

Analog-Digitale-Industrieketten: Verknüpfung durch die Hochgeschwindigkeitsstrecke Chengdu-Chongqing

Nachdem die Infrastruktureinrichtungen und Technologien für Wartung, Katastrophenschutz, Testing und E-Ticketing modernisiert wurden, erfolgte am 24. Dezember 2020 die Inbetriebnahme der Hochgeschwindigkeitsstrecke Chengdu-Chongqing, welche die Reisezeit zwischen den beiden Städten auf eine Stunde verkürzt. Außerdem verkehrt der Hochgeschwindigkeitszug nun alle 20 Minuten, was die Verbindung zwischen den beiden Städten zusätzlich erleichtert.

Der verbesserte Transit zwischen Chengdu und Chongqing ist in erster Linie auf die Umsetzung von Sichuans proprietären Bahntechnologien zurückzuführen. Sichuan hat eine integrierte Industriekette aufgebaut, die Forschung und Entwicklung, Vermessung, Planung und Beratung, Projektbau, Betrieb und Wartung sowie die Herstellung von Anlagen umfasst. Der jährliche Produktionswert dieser Industriekette übersteigt 150 Milliarden Yuan.

Tausende Plattformen für technologische technologische Innovationen wurden geschaffen

XGimi, der in Chengdu ansässige Hersteller von intelligenten Beamern für den Heimgebrauch, wurde am 3. März 2021 am Sci-Tech Innovation Board (auch STAR Market genannt) notiert. Es ist das sechste in Chengdu ansässige Tech-Unternehmen, das an Chinas Nasdaq-ähnlichem Tech-Board gelistet wurde. Die erfolgreiche Notierung der in Chengdu ansässigen Hardcore-Tech-Firmen am STAR Market ist für die visionäre Planung der Tech-Industrie in Chengdu unerlässlich. Chengdus Industriegebiet für elektronische Information, in dem XGimi seinen Sitz hat, beherbergt weitere führende Technologieunternehmen wie LG Chem, den Hersteller von photoelektrischen Produkten Luwei, den Anbieter von Display-Lösungen Tianma, den LCD-Substrathersteller Chengdu COE und TCL.

Sie haben gemeinsam eine umfassende Industriekette geschaffen, um aufkommende Technologien wie Big Data, das Internet der Dinge und Blockchain zu bedienen. Dank dieser Unternehmen wurde die elektronische Informationsindustrie zum ersten Sektor, dessen Produktionswerte in Chengdu 1 Billion Yuan überstiegen. Statistiken zeigen, dass sich mehr als 90 Prozent von Chengdus neuen Investitionsprojekten seit 2020 in den verschiedenen Industriezonen der Stadt angesiedelt haben.

Chengdu hätte diese bemerkenswerten Erfolge nicht ohne die starke Förderung technologischer Innovationen durch die Provinzregierung von Sichuan erreicht. Während der 13. Fünf-Jahres-Planperiode (2016-2020) investierte Sichuan viel Energie in den Aufbau einer Reihe von Demonstrationszonen für die Kommerzialisierung wissenschaftlicher und technologischer Forschungsergebnisse, unter anderem zu neuen Medikamenten und künstlicher Intelligenz. Die Provinz schuf mehr als 1800 Plattformen für technologische Innovationen.

Die Digitalindustrie ist längst das Rückgrat einer zukunftsfähigen Volkswirtschaft

Die Statistiken der Chongqing Stadtverwaltung belegten zudem die große Bedeutung von technologischen Innovationen für ein qualitativ hochwertiges Wirtschaftswachstum. Während der 13. Fünf-Jahres-Planperiode trugen Hightech-Industrien und strategische aufstrebende Industrien mit 37,9 Prozent bzw. 55,7 Prozent zum industriellen Wachstum der Stadt bei. Der technologische Fortschritt trug mit 58,6 Prozent zum Wachstum bei. Die Zahl der Hightech-Unternehmen stieg um das 3,5-fache. 88 renommierte Innovationsinstitute und 64 staatliche Zentren für technologische Innovation ließen sich in Chongqing nieder. Die Zahl der Forscher stieg um 64,4 Prozent. Die Anzahl der Patente pro 10.000 Personen stieg um sieben. Forscher in der Stadt erhielten 29 nationale Wissenschafts- und Technologie-Auszeichnungen. Das Transaktionsvolumen durch Technologieverträge belief sich auf 100 Milliarden Yuan.

Heute produziert das Chengdu-Chongqing-Gebiet ein Drittel der Produkte und Dienstleistungen für die globale elektronische Informationsindustrie und hat sich im Bereich elektronische Information zu einem unentbehrlichen Verbindungsglied in den globalen Industrie- und Lieferketten entwickelt. Während der „zwei Sitzungen“ für das Jahr 2021 erregten der Wirtschaftskreis Chengdu-Chongqing und der Aufbau einer Wissenschaftsstadt in Westchina durch die beiden Städte erneut landesweite Aufmerksamkeit. In Zukunft werden die beiden Städte ihre Zusammenarbeit verstärken, die Kapazitäten für unabhängige technologische Innovationen erhöhen, gemeinsam an Durchbrüchen in zentralen Bereichen arbeiten und an der Schaffung eines starken Wachstumspols mitwirken, der die qualitätsorientierte Entwicklung des Landes vorantreibt.

Fazit: Investieren Sie jetzt – auch – in Chinas digitalen Zukunftsmärkte

Ich bin kein Politiker, sondern Analytiker. Deswegen stelle ich rational fest, dass die junge Digitalwirtschaft Chinas das „alte Europa“ unter wirtschaftlicher Führung Deutschlands mittlerweile um Lichtjahre abgehängt hat. Auf Basis dieser Rahmenbedingungen sollten Sie jetzt in Chinas digitalen Zukunftsmarkt investieren. Ich zeige Ihnen in meinem FinTech-Depot, wie Sie das ganz einfach, chancen- und risikooptimiert umsetzen können. Weiterführende Infos… 

Markus Miller

Gründer und Chefanalyst KRYPTO-X.BIZ und GEOPOLITICAL.BIZ

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