Das Bitcoin-System ist stabiler als das Euro-System!

An Kryptowährungen wie dem Bitcoin scheiden sich nach wie vor die Geister. Die neue US-Finanzministerin und ehemalige Chefin der US-Notenbank Janet Yellen bezeichnete den Bitcoin vor kurzem, in einer ebenso pauschalen wie undifferenzierten Aussage, als ineffizient. Der US-Investor Warren Buffett bezeichnete den Bitcoin einst als „Rattengift“. Der US-Starökonom Nouriel Roubini als „Mutter des Betruges“.

Für Menschen wie mich ist der Bitcoin – bei allen unbestrittenen Risiken gerade auch im Hinblick auf die großen Schwankungen – hingegen, als Mutter aller Kryptowährungen, ein dezentrales Ausgleichssystem, zu unserer zentralisierten, auf Schulden und Zahlungsverspreche basierten Geld- und Finanzwelt. Wenn ich jetzt immer wieder Berichte von allen möglichen Warnern und Kritikern lese, wie hochspekulativ der Bitcoin angeblich sein soll, dann ist es mir ein großes Anliegen, nicht nur auf die vielschichtigen Bitcoin-Vorteile zu verweisen, sondern auch auf die vielfältigen Risiken unseres Euro-Geldsystems. Beispielsweise das Target2-Zahlungsverkehrssystem der Europäischen Zentralbank EZB.

Target2 ist das Rückgrat des europäischen Zahlungsverkehrs

Ende letzten Jahres zeigte sich in einem beängstigenden Vorfall die mangelhafte Stabilität des Euro-Zahlungsverkehrssystems Target2, dem Rückgrat der europäischen Wirtschaft und unseres Geldwesens. Leider fand dieser gravierende Vorfall in den breiten Medien kaum Beachtung. Hinter dem Begriff Target2 (Trans-European Automated Real-time Gross Settlement Express Transfer System) steht das Zahlungsverkehrssystem der nationalen Notenbanken innerhalb der Europäischen Union.

Über Target2 werden nationale und grenzüberschreitende Zahlungen in Zentralbankgeld abgewickelt. Pro Tag werden dabei im Durchschnitt rund 350.000 Aufträge im Wert von rund 1,7 Billionen Euro durchgeführt. Während eines ganzen Jahres werden über Target2 knapp 90 Millionen Zahlungen in einem Gesamtwert von rund 430 Billionen Euro abgewickelt. Das sind gigantische Summen.

Die Stabilität unseres Euro-Geldsystems ist offensichtlich abhängig von einem Netzteil!

An einem Freitag im November 2020 kam es gegen 15:00 Uhr zu einer gravierenden Störung, die zu einem 11-stündigen Totalausfall des Target2-Systems führte. Für derartige Fälle stehen ein Ausfallsystem und Notfallmodul bereits. Aber auch diese beiden Systeme sind ausgefallen. Die EZB schrieb in einer anschließenden Pressemitteilung, dass der Grund im Ausfall eines „Netzteils“ bei einem Drittanbieter liegt. Das ist eine Farce für die Stabilität unseres Euro-Geldsystems und verdeutlicht in einer erschreckenden Art und Weise die große Abhängigkeit der Euro-Gemeinschaftswährung von einer Zentralinstanz.

Beim – angeblich laut der breiten Medien so spekulativen Bitcoin – gibt es derartige Systemrisiken nicht. Der Bitcoin basiert nicht auf einem „Netzteil“ eines Drittanbieters, sondern auf weit mehr als 10.000 Knotenpunkten (Nodes/Servern), die weltweit verteilt sind. Die Systemstabilität des Bitcoin lässt sich jederzeit vollkommen transparent ablesen durch einen Blick auf die Hashrate. Durch diese dezentrale Konzeption ist das Bitcoin-System weit stabiler als das Euro-System! Weiterführende Infos… 

Markus Miller

Gründer und Chefanalyst KRYPTO-X.BIZ und GEOPOLITICAL.BIZ

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