SynBiotic: Deutsches Cannabis-Unternehmen nutzt Fahrwasser des Bitcoin!

Die SynBiotic SE ist nach eigenen Angaben ein Plattform-Unternehmen mit einem auf die EU fokussierten Buy & Build Investmentansatz. Im Fokus stehen die alternative Produktion von funktionell überlegenen Cannabinoiden sowie die Entwicklung von Wellness- & pharmazeutischen Produktformulierungen für den Endkunden unter eigenen Marken.

Außerdem soll das Unternehmen für die synthetische Produktion von Cannabinoiden, die Entwicklung von Arznei- und Nahrungsergänzungsmittel sowie von Kosmetikprodukten stehen. Ich habe bislang von diesem Unternehmen in diesem Zusammenhang noch nie etwas gehört. Jetzt aber schon, nicht wegen der Cannabis-Geschäftsfelder, sondern wegen einer „Bitcoin-Pressemitteilung“:

„Als erste börsengelistete Firma Deutschlands sichert sich die SynBiotic SE mit Bitcoin gegen Euro-Geldentwertung ab

Angesichts der exzessiven Geldvermehrung sowohl in der Euro- als auch USD-Zone gibt es eine berechtigte Sorge vor einer massiven Entwertung von FIAT-Geld. Als erste deutsche börsengelistete Gesellschaft wird sich das Cannabis-Unternehmen SynBiotic SE (XETRA; ISIN: DE000A2LQ777 / WKN: A2LQ77) daher gegen eine Entwertung des Euros in Bitcoin absichern. Die SynBiotic SE hat daher damit begonnen, einen Teil ihrer freien Liquidität in Bitcoin umzuschichten.“

SynBiotic SE CEO Lars Müller sagt zu der Entscheidung:

„Bei unserer Entscheidung standen weniger Kursschwankungen als die etwaige Gefahr der Inflation von Euro und Dollar im Vordergrund. Der Bitcoin ist das genaue Gegenmodell zu herkömmlichen Währungen: Sein Volumen ist auf 21 Millionen Stück begrenzt. Dieses Limit ist festgeschrieben und unantastbar, wofür wiederum die dezentrale Organisation der Kryptowährung und die manipulationssichere Natur einer Blockchain garantiert.

Aus diesem Grund haben wir langfristig mehr Vertrauen in den Bitcoin als in Euro oder Dollar, bei denen eine zentrale Institution, beeinflusst von Politikern, die Geldmenge ins Unermessliche ausdehnen kann. Zudem hat gerade der Cannabis-Sektor sehr positive Erfahrungen mit Bitcoin als einfaches und digitales Zahlungsmittel gemacht. Verschiedene SynBiotic-Unternehmen akzeptieren ohnehin neben Zahlungen in Euro auch Zahlungen in Bitcoin.“

Mein Fazit: PR-Aktion im Fahrwasser von Square, MicroStrategy und Tesla

So sehr ich die Argumente für Bitcoin-Investitionen teile, so stark habe ich bei diesem Unternehmen dein Eindruck, dass es sich hier um eine reine Marketing- und PR-Aktion zu Steigerung der Bekanntheit handelt. Offensichtlich wir hier versucht das Fahrwasser der großen börsennotierten US-Unternehmen Square, MicroStrategy und Tesla zu nutzen, die medienwirksam Unternehmensgelder in den Bitcoin investiert haben. Die US-Unternehmen haben darüber hinaus klare Zahlen ihrer Bitcoin-Investments veröffentlicht. Die obige Pressemitteilung der SynBiotic SE würde auch zutreffen, wenn lediglich 50 Euro an Unternehmensgeldern in den Bitcoin investiert worden wären.

Erstes börsengelistete Unternehmen aus Deutschland mit Bitcoin-Investition? Nein!

Die Strategie der Unternehmenslenker der SynBiotic SE ist selbstverständlich legitim, aber als „Krypto-Anlage“ ebenso wie als „Cannabis-Anlage“ ist die Aktie dieses Unternehmens gänzlich ungeeignet, aus meiner subjektiven Sicht. Im Übrigen ist es auch nicht richtig, dass die SynBiotic SE die erste börsennotierte Firma Deutschlands ist, die in Bitcoin investiert. Die Bitcoin Group SE hat beispielsweise einen signifikanten Bestand an Bitcoin und weiteren Altcoins. Weiterführende Infos… 

Markus Miller

Gründer und Chefanalyst KRYPTO-X.BIZ und GEOPOLITICAL.BIZ

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