Swiss Resource Capital AG: Wenn dubiose Goldminen-Promoter den Bitcoin bashen!

Kennen Sie die Swiss Resource Capital AG mit Sitz in Herisau in der Schweiz? Vermutlich nicht und das ist auch nicht weiter schlimm. Diese Firma betreut in erster Linie relativ kleine Bergbauunternehmen, die sich beispielsweise mit der Förderung von Gold und Silber oder weiteren Metallen bzw. Erzen beschäftigen. Die Swiss Resource Capital AG übernimmt somit für Firmen die Unternehmenskommunikation oder macht einfach Marketing und Öffentlichkeitsarbeit für diese Unternehmen, damit beispielsweise neue Investoren gefunden werden.

Unternehmen die durch die Swiss Resource Capital AG betreut werden – laut Angaben auf deren Internetseite – sind beispielsweise Adventus Mining Corp., Aurania Resources Ltd., Bluestone Resources Inc., Caledonia Mining Corp., Canada Nickel Company Inc., Copper Mountain Mining Corp., Discovery Metals Corp., Endeavour Silver Corp., EnWave Corp., Filo Mining Corp., Fiore Gold Ltd., Fury Gold Mines Ltd., Gold Terra Resource Corp., GoldMining Inc., Griffin Mining Ltd., Hannan Metals Ltd., IsoEnergy Ltd., Karora Resources Inc., Kuya Silver Corp., Kore Mining Ltd., MAG Silver Corp.

Offensichtlich – auch mit rationalem Blick auf die Aktienkursentwicklungen – laufen die Geschäfte der Rohstofffirmen nicht besonders gut, weil die Swiss Resource Capital AG nicht primär die unbestrittenen Vorteile der Rohstoffe hervorhebt in einer ihrer aktuellen Pressemitteilungen, sondern ein vollkommen sinnbefreites und fachlich unterirdisches Krypto-Bashing betreibt, am Beispiel aktueller Entwicklungen aus Nigeria. Ja, Nigeria ist selbstverständlich der Nabel der Welt und vorbildhaft für die wirtschaftliche Entwicklung und den technologischen Fortschritt. Achtung, der letzte Satz war selbstverständlich Satire mit Tendenz zum Sarkasmus! Nun zu der Pressemitteilung der Swiss Resource Capital AG im Originalzitat, beginnend mit der vielsagenden Überschrift:

„Digitale Währung in Nigeria verboten – dann lieber Gold

Die Zentralbank in Nigeria verbietet den Handel oder Tausch mit digitalen Währungen. Das sollte zu denken geben. Nigeria hat letzten Freitag unter Androhung schwerer Strafen die Schließung aller Kryptowährungs-Konten angeordnet. Und Nigeria ist einer der ganz großen Märkte für den Bitcoin auf der Erde. Kryptowährungen sind in dem afrikanischen Land äußerst beliebt. Viele Einwohner von Nigeria haben ihre Ersparnisse in Bitcoin angelegt. Aber nun müssen die Banken jeden melden, der mit solchen Währungen handelt und deren Konten schließen.

Die Beliebtheit der Kryptowährungen hat in Nigeria auch viele Betrüger auf den Plan gerufen. Diese digitalen Währungen werden nicht von einer zentralen Stelle kontrolliert, sie existieren unabhängig von Zentralbanken. Bereits seit Jahren hatte die Zentralbank davor gewarnt, am Kryptomarkt mitzumischen, doch nun wurde ausdrücklich ein Verbot ausgesprochen.

Hintergrund sind wohl die Demonstrationen aus dem vergangenen Jahr. Die Zentralbank hatte befohlen die Bankkonten der Demonstranten einzufrieren. Daraufhin kam es zu Spenden in Form von Bitcoin anstatt Geld. Auch dürfte wohl die nigerianische Zentralbank einem möglichen Machtverlust entgegenwirken wollen. Übrigens will auch Indien private digitale Währungen verbieten und dafür eine staatliche Kryptowährung einführen, die von der indischen Zentralbank ausgegeben wird.

So etwas wird bei Investments in Gold oder Goldaktien voraussichtlich nicht passieren. Zwar gab es in der Geschichte schon immer wieder mal Goldverbote. Doch dürften gerade in der westlichen Welt solche Maßnahmen nicht mehr zeitgemäß sein und wohl nicht mehr vorkommen. Zu den soliden Goldgesellschaften gehören zum Beispiel Condor Gold oder Tarachi Gold.“

Fazit: Fachlicher Nonsens aus der Schweiz!

Es sollte zu denken geben, dass ein gefallener Staat wie Nigeria Kryptowährungen verbietet?

Mir gibt es mehr zu denken, dass große Unternehmen wie Tesla, BlackRock, PayPal, Square, Grayscale oder Fidelity in die Kryptomärkte und führende Cryptocoins wie Bitcoin und Ethereum einsteigen, oder das VISA und Mastercard Kryptowährungen integrieren werden und gerade konventionelle Gold-Anleger zunehmend auch den Bitcoin als digitales Gold entdecken. Ebenso gibt es mittlerweile eine hohe Rechtssicherheit durch die Regulierung seitens der Aufsichtsbehörden wie der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), beispielsweise durch das neue Kryptoverwahrgesetz. Für „Rohstoff-Klitschen“ sind das – offensichtlich – keine besonders guten Aussichten, bzw. ein Dorn im Auge. Warum sollte eine vollkommen irrationale, negative Entwicklung zu Kryptowährungen aus Nigeria ansonsten als positives Argument für ein Investment in Goldminen-Aktien herhalten müssen? Wo ist hier der rationale Kontext?

Goldverbote sind angeblich nicht mehr zeitgemäß und dürften nicht mehr vorkommen?

Der Verfasser dieser Pressemitteilung hat schlicht keine fachliche Expertise. Fakt ist beispielsweise, dass seit Jahren die gesetzlichen Restriktionen für anonyme Bargoldkäufe in Deutschland verschärft werden. Die Barzahlungsobergrenze für anonyme Edelmetallkäufe bzw. Edelmetallverkäufe wurde zuletzt um 80% weiter reduziert, von 10.000 Euro auf derzeit nur noch 2.000 Euro. Ein Goldverbot ist weit einfacher durchsetzbar, als ein Bitcoinverbot. Die als negativ beschriebene Dezentralität des Bitcoin ist gerade in unserer fragilen Welt – neben der Limitierung des Bitcoin – einer der größten Vorteile und Werte. Das als negativ hinzukonstruieren wie hier geschehen, ist schlicht nicht belastbar. Dass Condor Gold oder Tarachi Gold solide Goldgesellschaften sein sollen, stelle ich in diesem Kontext in Frage mit Blick auf die Bilanzen dieser Unternehmen und den empirischen Korrelationen zwischen der Goldpreisenwicklung und der jeweiligen Aktienkursentwicklung!

Bitcoin & Co sind eine digitale Kapitalschutz- und Investment-Alternative für die Gegenwart und Zukunft!

Sowohl beim Zahlungsverkehr, im Bereich des Internets der Dinge (IoT = Internet of Things), der Künstlichen Intelligenz, der Cloud-Anwendungen als auch bei der Cybersecurity spielen Kryptowährungen eine Rolle. Bislang wurden Kryptowährungen eher als Ersatz für den globalen Geldbestand eingesetzt. Dies kann sich im Laufe des nächsten Jahrzehnts ändern. Die Überwindung regulatorischer Hürden wird ihre Attraktivität erhöhen und das Potenzial erhöhen, eventuell Bargeld zu ersetzen.

Ich bin davon überzeugt, dass es ein mehrdimensionales Krypto-Geldsystem in der digitalisierten Welt der Zukunft geben wird. Dezentrale Kryptowährungen wie der Bitcoin werden zu einer Art digitalem Gold. Zentrale Stablecoins von Privatunternehmen – wie beispielsweise Facebooks Diem – werden in Koexistenz neben zentralen Kryptowährungen von Notenbanken existieren.

Security Token werden darüber hinaus zahlreiche Vermögenswerte digitalisieren und fungibel handelbar machen. Utility Token (Funktionale Kryptowährungen) werden zusätzlich Einzug halten in die Industrie und den Handel der Realwirtschaft wie als digitale Währungen in die Finanzwirtschaft. Kryptowährungen – allen voran der Bitcoin – sind für mich somit eine ganz wichtige Säule, ein Grundbaustein für jeden vorausschauenden, zukunftsorientierten Kapitalanleger. Zumindest als Beimischung für sein Gesamtportfolio. Weiterführende Infos… 

Markus Miller

Gründer und Chefanalyst KRYPTO-X.BIZ und GEOPOLITICAL.BIZ

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