Silkroad und PlusToken: Behörden und Staaten werden zu Bitcoin-Walen!

Am 9. Februar des Jahres 2011, also vor nicht einmal 10 Jahren, hat der Bitcoin erstmals die Marke von einem US-Dollar (1 USD) überschritten, bevor er anschließend wieder auf rund 80 USD-Cents und in späterer Folge kurzfristig sogar bis in den einstelligen Centbereich regelrecht zusammengebrochen ist. Diese Zahlen und Entwicklungen müssen wir uns immer wieder einmal vor Augen führen, wenn wir auf die aktuellen Kursschwankungen der Kryptowährungen rund um Bitcoin, Ethereum und Co. blicken.

Wer hätte es zum damaligen Zeitpunkt für möglich gehalten, dass sich lediglich ein Jahrzehnt später Regierungen, Zentralbanken, Geschäftsbanken, Vermögensverwalter, Fondsgesellschaften, Unternehmen und zahlreiche Bürger stark zunehmend mit dem Bitcoin und weiteren Kryptowährungen als neuer digitaler Anlageklasse befassen.

Bitcoin-Eigentümer durch Silkroad-Kriminalität und PlusToken-Betrug 

Für kontroverse Diskussionen sorgen dabei zuletzt auch zwei Staaten, die zu Bitcoin-Walen aufgestiegen sind. Ein Bitcoin-Wal ist nach klassischer Definition der Besitzer einer Zugangsschlüssels (Private Key) zu einer Bitcoin-Blockchain, auf der mehr als 10.000 BTC liegen. Die US-Justizbehörde hat rund 70.000 Bitcoin aus dem Besitz der kriminellen Darknet-Plattform „Silkroad“ beschlagnahmt. Chinesische Behörden haben rund 195.000 Bitcoin, 833.000 Ethereum, 487 Mio. Ripple und 1,4 Mio. Litecoin im Gesamtwert von rund 4,2 Mrd. USD aus dem PlusToken-Betrug beschlagnahmt.

Zum Scam-System Plustoken habe ich als einer der ersten Analysten bzw. Journalisten umfassende Berichte und Warnungen publiziert, die einst noch bei den dubiosen MLM-Vermittlern – Stichwortsatz: Finanzielle Freiheit durch Passives Einkommen mittels Network Marketing – auf massive Kritik und Anfeindungen gegenüber meiner Person gestoßen sind, heute höre ich von diesen Subjekten in diesem Kontext jedoch nichts mehr, nachdem das PlusToken-Schneeballsystem zusammengebrochen ist. Dafür vermarkten zahlreiche PlusToken-Vermittler heute neue Ponzi- und Scam-Systeme, mit denselben, blödsinnigen Aussagen und Versprechungen.

Ich begrüße grundlegend die Behörden-Eingriffe!

Ganz grundlegend begrüße ich daher die Eingriffe der Behörden. Leider sind agieren diese bei vielen Betrugssystemen allerdings nach wie vor viel zu lethargisch. Die Betrugsbekämpfung ist richtig und wichtig. Ebenso ist es weit besser, diese großen Bestände an Kryptowährungen liegen im Zugriff von Behörden, die verantwortlich damit umgehen werden, als in den Händen von Betrügern, die sie unkontrolliert auf den Markt werfen und dadurch für große Kursverwerfungen sorgen, wie das in der Vergangenheit bereits häufig zu beobachten war. Im Fall des PlusToken-Betrugssystems wäre es natürlich wünschenswert, wenn die beschlagnahmten Werte und Gelder wieder an die geschädigten Anleger zurückbezahlt werden.

Das bewerte ich aufgrund der hohen Komplexität und der Intransparenz der Abläufe jedoch als äußerst unwahrscheinlich, so dass diese – bei Anlegern weltweit veruntreuten Gelder – letztendlich in den Staatsbesitz Chinas übergehen dürften. Geschädigten Anlegern empfehle ich hier dennoch eine Strafanzeige zu stellen und über eine spezialisierte Rechtsanwaltkanzlei zu prüfen, ob der Sponsor (MLM-Vermittler) der einem diesen Dreck gegen eine hohe Provisionsausschüttung aufgeschwatzt hat, in die Verantwortung und Haftung genommen werden kann. Hierzu steht Ihnen unser einzigartiges Experten-Netzwerk an Fachanwälten bzw. Anwälten für Vertriebs-, MLM-, Kapitalanlage- und Krypto-Recht zur Verfügung. Weiterführende Infos… 

Markus Miller

Gründer und Chefanalyst KRYPTO-X.BIZ und GEOPOLITICAL.BIZ

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