Bitcoin und der Stromverbrauch!

Die Thematik oder Kritik am – angeblich – hohen Stromverbrauch tritt in regelmäßigen Abständen zu Tage. Der Bitcoin verbraucht laut Cambridge Bitcoin Electricity Consumption Index aktuell rund 90 Terawattstunden Strom pro Jahr. Das ist mehr als beispielsweise die Schweiz oder Neuseeland. Von 219 der im CIA Factbook gelisteten Länder und Gebiete verbrauchen nur 34 mehr als die Digitalwährung. Deutschland liegt in diesem Ranking mit 537 Terawattstunden auf Platz sechs hinter China, den USA, Indien, Japan und Russland.

Das alles sind wohlgemerkt Schätzwerte. Im Fall des Bitcoins besteht hinsichtlich des tatsächlichen Energiebedarfs eine große Unsicherheit – die Untergrenze setzen die Analysten derzeit bei 35, die Obergrenze bei 200 Terawattstunden. Zum Vergleich: Die für Bitcoin aufgewendete Energie könnte alle Teekessel in Europa für über drei Jahre zum kochen bringen oder alternativ die Cambridge University für 555 Jahre mit Elektrizität versorgen. Für mich sind derartige Vergleiche stets totale Milchmädchenrechnungen. Also wenn die Förderung von Gold, oder das Betreiben von Geldautomaten und Millionen weiterer „Bausteine“ unseres konventionellen Finanz- und Bankensystems keine Energie verbrauchen würde.

Die Energieeffizienz des Bitcoin-Systems wird fortlaufend optimiert – Altcoins als Alternative

Der immer wieder auftretende Hauptkritikpunkt an der Proof-of-Work-Methode sind der sehr hohe Energieverbrauch, zur Lösung der komplexen Rechenaufgaben des Mining-Prozesses. Der Proof-of-Work (PoW). Bei der „Proof-of-Work“-Methode wird den Teilnehmern für die Lösung von komplizierten kryptografischen Aufgaben eine Belohnung in der jeweiligen Kryptowährung ausgezahlt. Die Lösung dieser Aufgaben wird in der Blockchain durch die Generierung eines neuen Blocks markiert. Diesen Prozess bezeichnet man als „Mining“.

Dieser Problematik wird längst auf unterschiedlicher Art und Weise begegnet. Zum einen durch den Einsatz immer modernerer Grafikkarten in neuen Mining-Servern oder Weiterentwicklungen wie dem sogenannten Lightning-Network des Bitcoin. Dahinter verbirgt sich ein Protokoll zur Skalierung und somit Optimierung der Blockchain-Technologie bzw. des Konsensus-Algorithmus des Bitcoin im Hinblick auf die Schnelligkeit, die Kosten und somit auch den Stromverbrauch. Aber auch die Adaption oder der Wechsel des Konsens-Mechanismus. Deswegen haben auch alternative Cryptocoins – speziell für den Einsatz als Payment-Coins – ihre Berechtigung und bieten große Chancen. Weiterführende Infos… 

Markus Miller

Gründer und Chefanalyst KRYPTO-X.BIZ und GEOPOLITICAL.BIZ

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