Finledger: Banken setzen auf die Blockchain von Ethereum!

Die Blockchain ist ein digitales, dezentrales Protokoll für Transaktionen, das jede Veränderung transparent erfasst. Weil dieses Protokoll nicht auf einem einzigen Server liegt, sondern über viele Computer verteilt ist, gilt es als besonders fälschungssicher. Als erste Förderbank hat die NRW.BANK eine Eigenemission eines Schuldscheindarlehens (SSD) vollständig digital und rechtssicher über die Blockchain-basierte Plattform Finledger abgewickelt.

An der Transaktion beteiligt waren die DekaBank und die DZ BANK, zwei der vier Partnerbanken des Projekts Finledger. Die taggleiche und papierlose Transaktion zeigt, welches Potenzial für Banken in der Blockchain-Technologie und ihrer Nutzung über Finledger steckt. Finledger ist ein Gemeinschaftsprojekt von DZ BANK, dwpbank, Helaba und DekaBank. Über die Plattform können alle Schritte eines Schuldschein-Abwicklungsprozesses einschließlich Geschäftsbestätigung und Urkundenerstellung vollständig digital durchgeführt werden.

2019 wickelte die NRW.BANK gemeinsam mit der DekaBank eine erste SSD-Transaktion über Finledger ab. Bei der aktuellen Transaktion handelt es sich um die erste Eigenemission eines projektunabhängigen Partners. Dabei wurde die Förderbank für Nordrhein-Westfalen als erster projektunabhängiger Partner in das Finledger-Netzwerk eingebunden und integrierte diesen Blockchain-Knoten erfolgreich in die eigene IT-Infrastruktur. Die NRW.BANK emittierte das SSD an die DekaBank und diese wiederum trat den Schuldschein an die DZ BANK ab. Damit konnten die beteiligten Banken erstmals einen solchen Prozess über Finledger abwickeln.

Das Grundkonzept: Die digitale Verwaltung von Schulden auf der Blockchain

Finledger verschlankt den bisherigen mehrstufigen Abwicklungsprozess von Schuldscheindarlehen um mehr als die Hälfte der Prozessschritte und macht eine Blockchain-basierte Echtheitsprüfung der elektronisch signierten Urkunden jederzeit möglich. Die Plattform ist offen für neue Knotenbetreiber und Kunden. Dass der Einsatz von Finledger im produktiven Betrieb viele Vorteile bringt, hat die erfolgreiche Abwicklung der Schuldschein-Emission der NRW.BANK ausdrücklich gezeigt.

Alle Projektbanken haben nach eigenen Angaben intensiv an der Weiterentwicklung von Finledger gearbeitet. Jetzt sind die Banken an einem Punkt, an dem alle Prozesse rund um das Banken-Schuldscheindarlehen volldigital in der Blockchain abgebildet werden und die produktive Nutzung möglich ist. Das nächste Ziel sei nun, die Produkterweiterung um das Corporate Schuldscheindarlehen – bei dem Unternehmen und nicht Finanzinstitute die Emittenten sind – bis Anfang 2021 zur Verfügung stellen zu können.

Fazit: Finledger basiert auf der Blockchain von Ethereum

Finledger ist eine digitale Plattform für die Abwicklung von Schuldscheindarlehen. Sie basiert auf der Blockchain-Technologie Ethereum. Der Name des Gemeinschaftsprojekts der vier Banken DZ Bank, dwpbank, Helaba und DekaBank mit dem IT-Dienstleister Adesso setzt sich aus den Kürzeln für „Finanzdienstleistungen“ und „Distributed-Ledger-Technologie“ (auf Deutsch: Technik der verteilten Kassenbücher) zusammen. Die Blockchain ist eine der bekanntesten Distributed-Ledger-Technologien. Dieses Projekt zeigt, dass die Blockchain-Technologie in die konventionelle Welt der Banken immer weiter vordringt und damit auch Kryptowährungen wie beispielsweise in diesem Fall Ethereum bzw. Ether (ETH). Weiterführende Infos… 

Markus Miller

Gründer und Chefanalyst KRYPTO-X.BIZ und GEOPOLITICAL.BIZ

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