HANSEBLOC: Blockchain-Prototyp aus dem Norden!

Der Begriff der Hanse bzw. der Deutschen Hanse ist die Bezeichnung für die zwischen Mitte des 12. Jahrhunderts und Mitte des 17. Jahrhunderts bestehenden Vereinigungen hauptsächlich norddeutscher Kaufleute, deren Ziel die Sicherheit der Überfahrt und die Vertretung gemeinsamer wirtschaftlicher Interessen insbesondere im Ausland war.

Dabei war die Hanse nicht nur auf wirtschaftlichem, sondern auch auf politischem und kulturellem Gebiet ein wichtiger Faktor. Diese erfolgreiche Historie war offensichtlich Namensgeber für ein neues Blockchain-Projekt, das aktuell von einem Unternehmen aus Bremen, bzw. einem Forschungsverbund aus Norddeutschland ins virtuelle Leben gerufen wurde.

Prototyp erfolgreich getestet: Blockchain-Projekt HANSEBLOC für die Logistik

Eine Fracht lebenswichtiger Medikamente muss gut gekühlt von Bremen nach Paris gefahren werden. Wie lässt sich sicherstellen, dass die Kühlkette auf dieser Strecke und bei der Übergabe an mehrere LKW nicht ein einziges Mal unterbrochen wird? Über die Blockchain-Technologie des norddeutschen Forschungsverbunds HANSEBLOC könnte ein solcher Transport in Zukunft einfacher und zuverlässiger werden. Ein Prototyp wurde jetzt fertiggestellt und erfolgreich getestet.

Zehn Partner aus einem breiten Netzwerk von Spediteuren, IT-Experten und Forschern haben sich an dem zweieinhalbjährigen HANSEBLOC-Forschungsprojekt beteiligt, das von der Logistik-Initiative Hamburg koordiniert wird. Die HEC GmbH aus Bremen hat wesentlich dafür gesorgt, aus den Anforderungen der Logistiker eine Architektur für das neue System zu erarbeiten und mit einem eigenen Team den Prototypen fertig zu stellen.

HANSEBLOC: Fälschungssichere Daten und Verträge

Die HANSEBLOC-Plattform macht es Logistikern möglich, Transportdaten und Gefahrenübergänge fälschungssicher zu dokumentieren. Smart Contracts stellen automatisch sicher, dass Vertragskonditionen eingehalten werden, um dann zum Beispiel Bezahlvorgänge auszulösen. Messdaten über Position, Temperatur und Erschütterung von Gütern können ebenfalls erfasst werden. Gemeldet von Sensoren, die zum Beispiel in Paletten integriert sind, werden diese von Smart Oracles – virtuellen Agenten – verifiziert und in die Blockchain weitergeleitet.

Das Besondere der norddeutschen Logistik-Blockchain ist die in dem Gesamtprojekt entstandene offene Plattform, die optimal die Zusammenarbeit von Akteuren unterstützt. An ihr können sich weitere Logistiker und Dienstleister kostengünstig beteiligen. Die modulare Architektur ermöglicht es Dritten, diese zu erweitern, und eigene Dienstleistungen zu vertreiben – quasi wie im App Store. Ein marktbeherrschender Einfluss von Plattformbetreibern oder Zwischenhändlern wird so ausgeschlossen

Fazit: Die Blockchain an sich kann für alle Bereiche relevant werden, die Vertrauen in wechselseitigen digitalen Geschäftsbeziehungen benötigen. Sie stellt ein System bereit, in dem Partner Geschäftsvorfälle gesichert mit oder ohne Bezahlsystem etablieren können, ohne dass sie einen überwachenden Intermediär benötigen. In diesem Segment gibt es auch bereits attraktive Kryptowährungen. Weiterführende Infos… 

Markus Miller

Gründer und Chefanalyst KRYPTO-X.BIZ und GEOPOLITICAL.BIZ

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