OneCoin: Der Krypto-Scam in den FinCEN-Files!

Sie werden vermutlich vor kurzem bereits von den sogenannten FinCEN-Files gelesen haben. Dabei geht es um mehr als 2100 interne Geldwäsche-Verdachtsmeldungen der US-amerikanischen Anti-Geldwäsche-Behörde Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN), die im September 2020 veröffentlicht wurden. Die Daten dokumentierten verdächtige Bankgeschäfte internationaler Großbanken – wie beispielsweise auch der Deutschen Bank – mit hochriskanten Kunden im Umfang von rund 2 Billionen US-Dollar. Die betroffenen Banken umgingen dabei Anti-Geldwäsche-Mechanismen und ermöglichten dadurch Korruption und Kriminalität.

Im Detail zeigen die geleakten Dokumente des US-Finanzministeriums wie die Großbanken HSBC, J.P.Morgan, die Bank of New York Mellon oder eben auch die Deutsche Bank und weitere Großbanken Konten für Kunden führten und Überweisungen ausführten. Diese sind der Mafia zuzurechnen oder sonstigen kriminellen Vereinigungen und Betrügern. Auffällig war dabei, dass die entsprechenden Banken die dubiosen Vorgänge gar nicht, oder mit teilweise jahrelanger Verspätung erst gemeldet haben. Faktisch machten sich die Banken somit zu Handlangern von Betrügern. Interessant an den veröffentlichten FinCEN-Files ist für mich der Fakt, dass ich dort eine „alte Bekannte“ wiedergefunden habe. Dabei handelt es sich Dr. Ruja Ignatova – falls der Doktor-Titel überhaupt stimmt – den mutmaßlichen Kopf des Krypto-Betrugssystems (SCAM) von OneCoin. Seit Jahren warne ich davor.

Wer ist Ruja Ignatova und was ist OneCoin?

Ruja Ignatova behauptete, eine Kryptowährung namens OneCoin erfunden zu haben, und nahm angeblich mehr als 4 Milliarden US-Dollar von Investoren auf der ganzen Welt damit ein. Allerdings war die angebliche Kryptowährung schlicht ein Betrug und basierte auf keiner Blockchain. Die Operationen fußten hingegen – laut Anklage der US-Behörden – auf einem Pyramidensystem.

Im März 2019 beschuldigte das US-Justizministerium Ignatova eine Verschwörung, sowie Wertpapierbetrug und Geldwäsche begangen zu haben. In einer E-Mail der Staatsanwaltschaft beschrieb Ignatova ihre Gedanken zu einer „Ausstiegsstrategie“ (Exit Scam) für OneCoin beispielsweise wie folgt: „Die erste Option: Nimm das Geld und renne und beschuldige jemand anderen dafür …“. Ruja Ignatova ist nach wie vor auf der Flucht vor den Behörden, ihr Aufenthaltsort unbekannt.

Die wesentlichen Inhalte zu OneCoin in den FinCEN-Files

Im Februar 2017 meldete die Bank of New York Mellon verdächtige Zahlungen von mehr als 137 Millionen US-Dollar durch ein Netzwerk, von mit OneCoin verbundenen Unternehmen. Die Bank schrieb, dass die Unternehmen anscheinend für das sogenannte „Layering“ zuständig waren. Damit wird eine Technik beschrieben, die die Quelle illegaler Gelder – durch Weiterleitung über die unterschiedlichsten Transaktionen – verschleiert.

In einem Fall, der vom globalen Zahlungsdienstleister Associated Foreign Exchange Inc. beschrieben und in einem FinCEN-Bericht zusammengefasst wurde, sandte eine australische Frau beispielsweise mehr als 50.000 US-Dollar von ihrem Bio-Hautpflegeunternehmen an Empfänger, darunter zwei OneCoin-Unternehmen.

Fazit: Durch die FinCEN-Files wird ein weiterer Mosaikstein im Betrugssystem OneCoin aufgedeckt. OneCoin ist dabei kein Einzelfall und hat mittlerweile zahlreiche Klon-Unternehmen und Nachfolger gefunden. Weiterführende Infos… 

Markus Miller

Gründer und Chefanalyst KRYPTO-X.BIZ und GEOPOLITICAL.BIZ

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6 Gedanken zu „OneCoin: Der Krypto-Scam in den FinCEN-Files!

      1. Ich sagte ja, sie sollten sich besser informieren… Und unsere Banken sind dann also auch Scam. Die hängen nämlich auch drin. Na wie auch immer, bestenfalls ist das alles Gratis- Werbung! Wir werden ja sehen was noch alles kommt!

        1. Herr Günter Lipp, ich kann Ihnen versichern ich bin bestens informiert und mein Bericht kritisiert ebenso die angeführten Großbanken wie den Megabetrug OneCoin für den Sie sich hier mit nicht belastbaren Nonsen-Aussagen so einsetzen, deswegen kann ich Ihren Rat „besser informieren“ direkt zurückspielen!

    1. Wie kommen Sie denn bitte allen Ernstes zu dieser Sichtweise fern jeglicher Fakten? OneCoin (Das Betriebssystem) ist eindeutig einer der größten Betrugsfälle der letzten Jahre in diesem Segment! Für mich ist es ein Rätsel wie naiv und sektenhaft manche MLM-Vermittler nach wie vor noch an diesen Unsinn glauben kommen. Anders verhält es sich ja mit dem Vertrieb von OneCoin, auch hierzu gibt es ja Publikationen von mir: OneCoin: Ein Schneeball ist geschmolzen! https://blog.geopolitical.biz/2020/06/12/onecoin-ein-schneeball-ist-geschmolzen/

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