Krypto-Anwendung: Zeugnisse auf der Blockchain!

Heute wieder ein aktuelles Beispiel einer Anwendung das belegt, dass die Blockchain-Technologie weit mehr ist als eine reine Spekulation mit Kryptowährungen, auf Basis von rein virtuellen Bits und Bytes. Die Fälschung von Hochschulzeugnissen ist im digitalen Zeitalter einfacher denn je. Experten gehen davon aus, dass heutzutage in Deutschland bereits jedes zehnte Hochschulzeugnis manipuliert oder sogar komplett gefälscht wurde. In anderen europäischen Ländern wird dieser Anteil sogar noch größer geschätzt. Dabei können die Folgen von gefälschten Zeugnissen gravierend sein. So werden bspw. Mitarbeiter anhand von gefälschten Unterlagen und Urkunden eingestellt, was in vielen Berufsfeldern und Berufszweigen zu schwerwiegenden Konsequenzen führen kann – nicht nur in der Medizin.

Gefälschte oder manipulierte Hochschulzeugnisse stellen allerdings auch für die jeweilige Hochschule einen Vertrauensverlust dar. Keine Hochschule möchte ihren Namen bei Personalabteilungen oder Führungskräften mit gefälschten Zeugnissen in Verbindung gebracht sehen. Aus dieser Motivation heraus und um der fortschreitenden technischen Entwicklung gerecht zu werden, haben die FOM Hochschule für Ökonomie & Management, mit 55.000 Studierenden die größte private Hochschule in Deutschland, und das junge Cyber-Security Unternehmen TrustCerts aus Gelsenkirchen gemeinsam eine Lösung für den Schutz von Zeugnissen gegen ebendiese Fälschung erarbeitet. Mit ihrem innovativen Ansatz können Hochschulen ihre Zeugnisse unkompliziert und kostengünstig gegen Fälschungen absichern. Die entsprechenden Anspruchsgruppen, wie Personalabteilungen und Geschäftsleitung, können barrierefrei in wenigen Sekunden die Echtheit eines Zeugnisses überprüfen.

Die Blockchain ist ein manipulationssicherer Datenspeicher

Möglich macht dies die Blockchain, die als manipulationssicherer Speicher agiert. In ihr werden die digitale Prüfsumme des Nachweises sowie die Signatur der FOM hinterlegt und auf mehreren Servern deutschlandweit gespeichert. Der Absolvent entscheidet über die Weitergabe seines Nachweises vollkommen souverän und somit darüber, wer Einsicht in seine Daten bekommt. Ein Empfänger des digitalen Zeugnisses kann den Nachweis dabei über ein Online-Portal per Drag-and-Drop prüfen lassen, wobei das Dokument auf dem Endgerät des Prüfers verbleibt und keine personenbezogenen Daten über das Internet versendet werden.

Mit Hilfe dieses Verfahrens kann eindeutig und unveränderlich festgestellt werden, ob es sich bei dem Zeugnis um ein Original handelt, wer es ausgestellt hat, zu welchem Zeitpunkt es erstellt wurde und ob es weiterhin Gültigkeit besitzt. Selbst für den Anbieter der Technologie selber, die TrustCerts GmbH, ist es unmöglich Daten im Namen der FOM zu signieren, da alle Vorgänge über die Blockchain protokolliert werden. Dabei funktioniert der Manipulationsschutz unabhängig vom Dateiformat für alle digitalen Originale und kann somit auch zur Absicherung weiterer Dokumente im Hochschulkontext, wie z.B. Studien- und Semesterbescheinigungen, verwendet werden.

Fazit: Die Blockchain-Technologie schafft einen „Digitalen Notar“

Die FOM Hochschule setzt die neue Technologie bereits an allen 32 Hochschulzentren der FOM in Deutschland ein. Bereits in kurzer Zeit konnten so über 10.000 Zeugnisse abgesichert und für Personalverantwortliche überprüfbar gemacht werden. Für TrustCerts ist die Umsetzung der Technologie ein weiterer Schritt, die Blockchain-Technologie unabhängig von Kryptowährungen wie dem Bitcoin zu etablieren, als eine Art „Digitalen Notar“. Diese Entwicklung ist ein Anwendungsbereich im Boom- und Zukunftsmarkt der Cybersecurity! Weiterführende Infos…  

Markus Miller

Gründer und Chefanalyst KRYPTO-X.BIZ und GEOPOLITICAL.BIZ

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