Bargeld versus Digitalgeld: War on Cash!

(04.05.20) Ich will die Worte „Kampf“ oder „Krieg“ nicht überstrapazieren, sie sind aber derzeit für viele Entwicklungen – so traurig das auch klingen mag – mehr als passend. Die weltweiten Verwerfungen im Zusammenhang mit dem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie führen aktuell zu regelrechten Verteilungskämpfen in den unterschiedlichsten Bereichen. Von der Politik über die Wirtschaft bis hin zu unserer Gesellschaft gilt es sich jetzt zu positionieren, für die Zukunft. Diese Zukunftsentwicklungen und strategischen Positionierungen möchte ich Ihnen im Zusammenhang mit unserem Geldsystem der Zukunft anhand von zwei Beispielen aufzeigen.
Die Europäische Zentralbank EZB, die Bank von England, die Notenbank Japans, die Bank von Kanada, die Schwedens Zentralbank Riksbank, die Schweizer Notenbank SNB und die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich BIZ haben mittlerweile in einer offiziellen Arbeitsgruppe zur Einführungen von digitalem Zentralbankgeld zusammengeschlossen. Bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich wird das Projekt geleitet vom ehemaligen EZB-Direkter Benoit Coeure. Interessanterweise hat der französischer Wirtschaftswissenschaftler Coeure vor nicht allzu langer Zeit das Libra-Projekt von Facebook als Weckruf für die Zentralbanken bezeichnet.

Geldtransportunternehmen haben keine Zukunft!

Vor kurzem habe ich eine sehr interessante Pressemitteilung gelesen mit der Überschrift „War on Cash 2.0 – Anbieter elektronischer Zahlungsmittel nutzen die Corona-Krise aus“. Herausgeber dieser Medieninformation war bezeichnenderweise die Bundesvereinigung Deutscher Geld- und Wertdienst. Die Lobbyisten der BDGW haben sogar eine Initiative mit dem Titel „Stoppt die Bargeldverdrängung!“ ins Leben gerufen. Darin verweisen Sie beispielsweise auf Studien, dass vom Bargeld kein erhöhtes Infektionsrisiko ausgeht und dass bargeldloses Bezahlen nicht vor der Infektion beim Einkaufen schützt. Ebenso wird die Hypothese aufgestellt, dass die Abkehr vom Bargeld die gesundheitlich gefährdeten Bevölkerungsgruppen besonders hart treffen würde, da ärmere und ältere Menschen (fast) ausschließlich auf Bargeld angewiesen wären.  Das kontaktlose und bargeldlose Bezahlen würde die Bevölkerung auch einem höheren Betrugsrisiko aussetzen. Abschließend behauptet die BDGW, dass das Bargeld das krisensicherste Zahlungsmittel ist und bleibt. Was für ein irrationaler, rückständiger – von ausschließlichen Eigeninteressen und Lobbyismus geleiteter – Unsinn.

Jetzt ist die Stunde: Positionieren Sie sich jetzt für die digitale Zukunft!

Wäre ich Geldtransport-Unternehmer oder Sicherheitsdienstleister für Bargeld, würde ich vermutlich ähnlich argumentieren und ideologische Gründe bemühen, um meine nackte Existenz zu sichern. Das wird aber nichts nützen, der Digitalisierung und Tokenisierung unseres Geldes gehört die Zukunft. Der aktuelle Quartalsbericht der BIZ belegt, dass die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich derzeit an einem digitalen Euro sowie 16 weiteren, offiziellen Kryptowährungen arbeitet. Das gesamte Krypto-Ökosystem rund um Bitcoin & Co wird davon profitieren. Positionieren auch Sie sich in diesen Bereichen!

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Markus Miller | Gründer GEOPOLITICAL.BIZ

One thought on “Bargeld versus Digitalgeld: War on Cash!

  1. Was die Lobbyisten schreiben, ist ja teilweise korrekt, aber natürlich interessengeleitet.
    Die „andere Seite“ macht ja nichts anderes 😉

    Viel problematischer ist m.E. die völlige (monetäre) Entmachtung des Menschen und digitales „Geld“ ist ein (wesentlicher) Baustein der totalen Überwachung und „Steuerung“ des Menschen im Posthumanismus.
    Ich bin aus der Perspektive froh, dass ich kein Teenie mehr bin!

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