CoronaCoin und CoronaVirus Token!

Zahlreiche Investoren in Kryptowährungen blicken in den aktuell turbulenten Zeiten überwiegend mit großer Sorge auf die reinen Kursentwicklungen an den Kryptobörsen. Diese sind im Zusammenhang mit den Auswirkungen der Coronavirus-Krise allerdings – ebenso wie die konventionellen Kapitalmärkte und viele Lebensbereiche – derzeit von großen Irrationalitäten geprägt. Deswegen ist es sehr wichtig, die ökonomischen und technologischen Entwicklungen in diesen schweren Zeiten nicht vollkommen auszublenden, oder gar in Panik zu verfallen.

Weil es hier auch weiterhin erfreuliche Fortschritte gibt, die nach dem Krisenmodus auch wieder zur Geltung kommen und sich in den Kursen positiv niederschlagen werden. Die Welt wird auch diese Krise meistern und die Menschheit wird ebenso nicht untergehen. Jede Krise führt darüber hinaus auch zu großen Chancen. Vor lauter Ängsten werden diese Möglichkeiten aber in Zeiten der Krise häufig viel zu wenig gesehen und vor allem nicht genutzt. Gleichzeitig spült es im Fahrwasser der Angst, ebenso wie im Fahrwasser der Gier immer wieder dubiose Anbieter, Geschäftsmodelle oder sonstige schwarze Schafe und Geschäftsmodelle auf den Markt.

Achtung vor Betrügern und Trittbrettfahrern: Finger weg von Coronavirus-Coins

Im Zusammenhang mit dem Coronavirus kommt es aktuell auch wieder zu vielen betrügerischen Aktivitäten. Ich meine damit nicht die angeblich schützenden Masken, die zu Mondpreisen im Internet verkauft werden, sondern beispielsweise Computerviren in Form von Schadsoftware. Derzeit verbreitet sich mehrere Spam-Kampagnen als E-Mail. Dabei würde es sich beispielsweise um eine offizielle Information der Weltgesundheitsorganisation WHO zum COVID-19-Virus handeln.

Die E-Mail wirkt ebenso amtlich wie besorgniserregend. Der dazugehörige Anhang hat allerdings nichts mit der WHO zu tun, sondern ist mit einem Schadprogramm behaftet, das Ihre Bankdaten, oder sonstigen Anmeldeinformationen auslesen und somit stehlen kann. Auch eine Kryptowährung gibt es bereits, zu der ich eine steigende Zahl von Anfragen erhalten habe.

Mit dieser Kryptowährung profitierst Du vom Coronavirus?

Sie kennen mich, ich schreibe stets Klartext über dubiose Krypto-Konzepte, sehr selten allerdings negativ über andere Krypto-Medien. Wenn ich aber einen grundlegend positiven Bericht lesen muss im CoinKurier aus der Schweiz, mit der Schlagzeile: „Mit dieser Kryptowährung profitierst Du vom Coronavirus!“, dann muss ich dem ganz deutlich wiedersprechen. Der u.a. dort präsentierte CoronaCoin (NCOV) ist ein Token, basierend auf der Ethereum-Blockchain und soll immer knapper werden, je weiter sich der Virus verbreitet. Das System nennt sich makaber „Proof of Death“.

Dadurch soll der Preis explodieren. Das ist bestenfalls Satire. Perfide ist die Marketing-Aussage, dass 20% der gesamten Token an das Rote Kreuz gespendet werden sollen. Dadurch werden der Name und der Zweck einer renommierten Organisation schlicht missbraucht und Investoren gelockt, die annehmen, dass sie mit ihrem Investment noch was Gutes tun. Mittlerweile gibt es weitere Kryptowährungen, die den Namen „Corona“ im Namen tragen: Coronavirus Token (CNV) und CORONA (CORONA).

Mein Fazit: Lassen Sie die Finger von derart dubiosen Token, bzw. angeblichen Kryptowährungs-Konzepten! Weiterführende Infos…

Beste Grüße

Markus Miller

Gründer und Chefanalyst KRYPTO-X.BIZ und GEOPOLITICAL.BIZ

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Ein Gedanke zu „CoronaCoin und CoronaVirus Token!

  1. Hallo Herr Miller, vielen Dank für die Ausführungen bezüglich Kryptos und Fintech-Entwicklungen.

    Mit Blick in die Zukunft, erwarte ich jedoch eine negative Bitcoin-Kurs-Entwicklung.
    Ich sehe die Kryptowährungen lediglich als zwischenzeitliches Experementierfeld von Technikaffinen als auch Investoren.

    Über kurz oder lang (schätzungsweise 5 Jahren) erwarte ich nationale Kryptowährungen und Verbote von bspw. Bitcoin (kriminelle Handlungen, etc). Nicht ganz so überzeugt bin ich davon wie sich bspw. IOTA (IoT-Payments) entwickelt.

    Was stimmt Sie bei der Entwicklung des Bitcoin Kurses so positiv?
    Selbst wenn sich der BTC-Kurs bei 5-6k über mehrere Monate hält, werden Miner aus Rentabilitätsgründen aussteigen.

    Die Betrachtung von Tamas Blummer hinsichtlich Etherum, wurde bspw. als technische Gradwanderung beschrieben oder er hielt bspw. Bitcoin Cash aus technischer Entwicklersicht als absoluten Trashcoin.
    So werden Unsummen auf in sich in der Entwicklung befindende Kryptowährungen gesetzt, die technisch absolut nicht ausgereift sind. Schade, dass da Bitcoin & Co, zum Spielball von Investoren wird

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