Bitclub Network: Die Bombe geht hoch!

Am 27. März 2019 war ich zu Gast in der TV-Sendung Aktenzeichen XY Betrug Spezial. Im ausgestrahlten Bitcoin-Betrugsfall ging es um einen sogenannten „BitSkyClub“ deren Chef „Roy Giesing“ seine offensichtlich betrügerischen Geschäfte von seiner Villa auf Teneriffa steuert. Sowohl der Name des Unternehmens als auch der Name der handelnden Person in Form des mutmaßlichen Täters und der Ort waren rein fiktiv gewählt.

Es war – aufgrund des als reale Person mit Klarnamen auftretenden Opfers Thomas Kaysh aus Hamburg – allerdings kein Geheimnis, dass es sich bei dem mit Schauspielern nachgestellten Film um einen Fall mit einem realen Hintergrund handelt. Nachfolgend finden Sie die Aufzeichnung der damaligen, Aktenzeichen XY-Sendung:

Aktenzeichen XY im ZDF: Der Fall „Bitcoin Betrug – Bitclub Network“ mit Markus Miller:

Der Film-Fall aus Aktenzeichen XY beruht auf realen Begebenheiten

Auf der realen Seite zum XY-Film geht es um den Bitclub Network mit angeblich juristischem Sitz auf der Südseeinsel Nevis und dem MLM-Vertrieb Centurion Club, dessen Initiator und Chef-MLM-Vertriebler (Jörg D.W.) in Dubai wohnt. Hinter diesem Centurion Club wiederum steht das Unternehmen Distinctive Financial Services Inc. mit Sitz in Belize in Mittelamerika. Warum wurden also im Film und in der Live-Sendung nicht die echten, realen Namen genannt?

Für die Verwendung der fiktiven Namen im Rahmen des Bitcoin-Betrugsfalls gab es zwei wesentliche Gründe:

1. Die ZDF-Sendung Aktenzeichen XY ist journalistisch kein Investigativformat das aufdeckt, sondern ein Informationsformat, das aufklärt.

2. Es lag – noch – kein rechtskräftiges Gerichtsurteil gegen das Bitclub Network oder den „Centurion Club“ oder den Initiator des MLM-Vertriebs aus Dubai vor, so dass formaljuristisch wie in unserem Rechtsstaat üblich – und das ist auch gut so – die Unschuldsvermutung gilt!

Neue Entwicklung: Die US-Justiz greift ein und hat 3 Verantwortliche verhaftet

Jetzt geht im Dezember 2019 allerdings die Bitclub Network-Bombe hoch. Das freut mich sehr! Aktuell gab das US-Justizministerium in New Jersey bekannt, dass drei Personen in Zusammenhang mit einem betrügerischen Kryptomining-System verhaftet wurden. Investoren sollen um 722 Millionen US-Dollar betrogen worden sein. Dabei handelt es sich um das Bitclub Network. Gerichtsunterlagen zeigen, dass die Angeklagten von April 2014 bis Dezember 2019 für das Bitclub Network gearbeitet haben.

Die derzeit bereits verhafteten Männer sind Matthew Brent Goettsche (37 Jahre) aus Lafayette in Colorado, Jobadiah Sinclair Weeks (38 Jahre) aus Arvada in Colorado und Joseph Frank Abel (49 Jahre) aus Camarillo in Kalifornien. Ihnen wird vorgeworfen, mit sogenannten „unregistrierten Wertpapiergeschäften“ tausende Anleger mit Versprechungen von unrealistisch hohen Gewinnen betrogen zu haben. Zwei weitere Angeklagte sollen vorläufig auf freiem Fuß bleiben, deren Identität wird aktuell noch geheim gehalten. Ich gehe davon aus, dass es allein im deutschsprachigen Raum tausende geschädigte Investoren gibt.

Meine Empfehlung im bereits eingetretenen Schadensfall: Polizei, Aufsichtsbehörden und Anwalt einschalten!

Sollte das Kind bereits in den Brunnen gefallen sein, sind die nachfolgenden Punkte ratsam:

  1. Anzeige bei der Polizei erstatten
  2. Nationale Aufsichtsbehörden informieren (BaFin, FMA, FINMA)
  3. Beschreitung des Rechtsweges über einen spezialisierten Anwalt bzw. Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht – Hier steht Ihnen unser Experten-Netzwerk zur Verfügung!

Schützen Sie sich vor unseriösen Anbietern im Fahrwasser von Bitcoin & Co.!

Neben meinen fundierten Empfehlungen befasse ich mich auch fortlaufend sehr intensiv mit schwarzen Schafen und unseriösen Krypto-, Mining- oder Trading-Anbietern. Diese missbrauchen den Krypto-Boom, um ihre – meist in betrügerischer Absicht konzipierten – Shitcoins oder angeblichen Krypto-Investment- (SCAM) bzw. Schneeball-Systeme (PONZI) gezielt und bewusst an unbedarfte Anleger zu verkaufen. Ich warne Sie regelmäßig vor dubiosen Anbietern und aktuellen Betrugsmaschen. Weiterführende Infos…

Markus Miller

Gründer und Chefanalyst KRYPTO-X.BIZ und GEOPOLITICAL.BIZ

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2 Gedanken zu „Bitclub Network: Die Bombe geht hoch!

  1. Hallo Herr Miller,

    zunächst erstmal frohe Weihnachten! Mit Interesse bin ich heute über XING auf ihren Artikel gestoßen. Bei mir ist das Kind schon in den Brunnen gefallen und ich habe im Juni beim Bitclub Network Rechner im Wert von ca. 13.000€ erworben, die nun 1000 Tage für mich Bitcoin errechnen. Selbst werbe ich niemanden.

    Falls ich nun den Rechtsweg beschreite, mit welcher Begründung sollte ich denn Anzeige erstatten?
    Hintergrund ist, dass ich ja erst nach 1000 Tagen ein Resumée ziehen kann und letztendlich sehen kann, wie viel Bitcoin errechnet wurden und ob es ein Verlustgeschäft war. Das 3 Leute in den USA verhaftet wurden und das die ganze Sache wohl SCAM ist, kann ich bei der Polizei ja schlecht anführen.

    Ich wäre Ihnen über einen Rat sehr dankbar, wie ich in einem solchen Fall vorgehen sollte/kann.

    Ich wünsche Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch und freue mich auf weitere interessante Artikel und bedanke mich schon mal im Voraus für die stets aufschlussreichen Videos und Artikel!

    Viele Grüße

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