HDE und BDOA fordern Einführung eines staatlichen Digital-Euros!

Vermutlich geht es Ihnen wie mir. Die Abkürzungen HDE und BDOA waren mir zumindest nicht auf den ersten Blick geläufig. Hinter dem HDE verbirgt sich der Handelsverband Deutschland, der BDOA ist der Bundesverband der Dienstleister für Online-Anbieter. Beide Verbände setzen sich aktuell gemeinsam für die Einführung eines staatlichen digitalen Euros ein, mit der grundlegenden Forderung:

Das Eurosystem sollte die Möglichkeiten eines digitalen Euros intensiv prüfen und Vorschläge zur Umsetzung machen. Im Vordergrund muss dabei stehen, die Vorteile des heutigen Bargelds mit den Vorteilen einer digitalen Handhabung zu verknüpfen. Die Wirtschaft braucht in einer zunehmend digitalen Welt unabhängige Alternativen zu den globalen Zahlungssystemen.

Handel und Online-Wirtschaft sorgen sich vor der digitalen Dominanz aus den USA und China

Immer mehr internationale Unternehmen drängen in den Markt der Bezahlsysteme und Währungen und versuchen, sich zwischen Handel und Kunden zu etablieren. Globale Kreditkartenunternehmen nutzen ihre starke Position seit Jahren aus und haben bereits eine Marktdominanz erreicht, die der Handel nicht ignorieren kann. Zudem seien auch US-amerikanische Big-Tech-Unternehmen wie Amazon, Apple oder Google im Begriff, sich in dem Bereich zu engagieren. Gleiches gilt auch für BigTech-Konzerne aus China wie Alibaba oder Baidu.

Den BigTechs geht es neben dem Erzielen von Erträgen insbesondere um die Datengewinnung. Der Handel gerät daher zunehmend in Gefahr, den direkten Kontakt zum Kunden zu verlieren, globale Akteure übernehmen diese Gatekeeper-Funktion. Bislang konnten Handel und Verbraucher auf Bargeldprozesse zurückgreifen, um einer zu großen Einflussnahme der globalen Anbieter zu entgehen. In einer digitalen Welt wird dies immer schwieriger. Deshalb fordert der HDE nun, die Möglichkeiten der Einführung eines digitalen Euros zu erforschen.

Bargeldersatz: Digitaler Staatseuro als datensichere Alternative?

Eine staatlich garantierte und überwachte digitale Währung sei für Kunden und Händler gleichermaßen notwendig, um eine effiziente und datensichere Alternative zu den Angeboten der globalen Kreditkartenunternehmen und der großen Tech-Unternehmen wie Facebook zu haben. Der digitale Euro sollte aus Sicht des HDE die Anforderungen von Bargeld mit den Möglichkeiten des digitalen Handelns vereinen.

Im Unterschied zu etablierten unbaren Verfahren und neuen Initiativen wie Libra könne eine staatliche digitale Währung mehr Unabhängigkeit von zentralen Systembetreibern wie den Kreditkartenorganisationen und beispielsweise Blockchain-basierten Anbietern sicherstellen. Der HDE verweist darauf das es wichtig ist für Handel und Verbraucher, ein Geschäft sicher, effizient und datensparsam auf Basis einer stabilen Währung abzuschließen. Dazu soll der digitale Euro beitragen.

Meine Meinung: HDE und BDOA sind auf dem digitalen Holzweg!

Der Handel bzw. die Onlinewirtschaft in Deutschland sollten weniger nach dem Staat und einem zentralisierten digitalen Euro rufen, sondern ganz einfach dezentrale Kryptowährungen in ihre Handels- und Bezahlsysteme integrieren! Weiterführende Infos…

Markus Miller

Gründer und Chefanalyst KRYPTO-X.BIZ und GEOPOLITICAL.BIZ

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