Boom-Markt Mobile Payments: Mehrheit der Bürger will überall elektronisch bezahlen!

In Schweden werden bereits 95 Prozent des Umsatzes im stationären Einzelhandel mittels elektronischer Bezahlverfahren abgewickelt, in Deutschland ist es nicht einmal die Hälfte. Gerade von einer flächendeckenden Ausweitung elektronischer Bezahlmethoden wird mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Katalysatorfunktion für die Digitalisierung in Deutschland ausgehen, weil das elektronische Bezahlen ein Kernelement ist, um digitale Lösungen zu ermöglichen und Deutschlands Digitalwirtschaft – endlich – voranzubringen.

Die Verbundenheit der Deutschen zum Bargeld schwindet

Zwei Drittel der Bundesbürger (66 Prozent) ärgern sich häufig, weil sie nicht überall bargeldlos mit Karte oder Smartphone bezahlen können. Vor einem Jahr lag der Anteil mit 53 Prozent noch deutlich darunter. Und 6 von 10 Bundesbürgern (62 Prozent) sind der Meinung, dass alle Geschäfte gesetzlich dazu verpflichtet sein sollten, mindestens eine elektronische Bezahlmöglichkeit anzubieten.

Die Verbundenheit der Deutschen zum Bargeld schwindet und der Wunsch nach einem Eingreifen des Gesetzgebers ist damit innerhalb eines Jahres deutlich gewachsen, damals hatte erst jeder Zweite (50 Prozent) der Forderung zugestimmt. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter 1.005 Bundesbürgern ab 16 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Mobile Payment gehört die Zukunft

Bargeld hat seine Berechtigung und wird auch noch lange Zeit seine Berechtigung haben. Aber immer mehr Bundesbürger erkennen jetzt ganz offensichtlich, wie bequem und sicher das elektronische Bezahlen mit Karte und seit kurzem auch mit dem Smartphone via Mobile Payment sein kann. Es passt nicht in die digitale Zeit, dass Kunden zur Bargeld-Zahlung gezwungen werden. Der Bitkom setzt sich deshalb für eine Wahlfreiheit beim Bezahlen ein, die an jedem Point of Sale mindestens eine elektronische Bezahlart verpflichtend vorsieht. Ich begrüße und unterstütze eine derartige Forderung selbstverständlich sehr gerne.

Auch die Generation 65+ wünscht sich bargeldlose Bezahl-Möglichkeiten

Vor allem Jüngere zwischen 16 und 29 Jahre würden gerne noch öfter elektronisch bezahlen. So sagen in dieser Altersgruppe sogar 71 Prozent, dass sie sich häufig über den Zwang zu Bargeld ärgern und fast genauso viele (70 Prozent) fordern eine gesetzliche Wahlfreiheit mit mindestens einer elektronischen Bezahlart in jedem Geschäft oder Restaurant. Aber selbst bei den Älteren ab 65 Jahren ärgert sich inzwischen eine breite Mehrheit von 62 Prozent über Händler und Gastronomen, die Karte oder Smartphone ablehnen, und 58 Prozent wünschen sich eine verpflichtende bargeldlose Bezahlmöglichkeit.

Der Bitkom ist ebenso wie ich der Ansicht, dass wir uns davor hüten sollten, einen ideologischen Kampf Für und Wider das Bargeld zu führen. Wahlfreiheit bedeutet nicht die Abschaffung des Bargelds, sondern ein Mehr an Freiheit für alle Kunden. Von einer flächendeckenden Möglichkeit, elektronisch zu bezahlen, würden Kunden, Händler und der Staat profitieren. Elektronisches Bezahlen spart Zeit und Kosten und führt zu mehr Steuerehrlichkeit. FinTechs, BigTechs und die gesamte Krypto-Ökonomie werden von diesen Entwicklungen weiter profitieren. Weiterführende Infos …

Markus Miller

Geschäftsführer GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U.

Gründer und Chefanalyst KRYPTO-X.BIZ

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