Stablecoins: Kehrtwende bei der Zentralbank der Zentralbanken!

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) ist eine internationale Organisation der Bankwirtschaft, die bereits im Jahr 1930 gegründet wurde. 60 Zentralbanken und vergleichbare Finanzorganisationen sind Mitglied der BIZ. Im vergangenen Jahr 2018 warnte die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich sehr pauschal und medienwirksam vor den Risiken von Kryptowährungen.

Die BIZ als „Zentralbank der Zentralbanken“ – mit Sitz in Basel in der Schweiz – spannte dabei den Bogen von einer angeblichen Ineffizienz von Bitcoin und Co., über die fehlende Skalierbarkeit, bis hin zu den großen Gefahren für die Umwelt und die Finanzmarktstabilität.

Ich habe damals geschrieben, ich zitiere mich selbst:

„Die großen Notenbanken sitzen aufgrund ihrer expansiven Geldpolitik auf gigantischen Schuldenbergen und Risiken. Unser gesamtes Geld- und Finanzsystem ist zu hinterfragen. Kein einziges Papiergeldsystem hat in den letzten 5.000 Jahren überlebt. Bei allen unbestrittenen Risiken von Kryptowährungen, ist es vor diesen Rahmenbedingungen verständlich, dass die BIZ (Englisch BIS = Bank for International Settlements) derart negative und pauschale Schlussfolgerungen in Bezug auf die großen Chancen der Krypto-Ökonomie zieht. Weil die BIZ schlicht ihren immer stärker erodierenden Besitzstand wahren will. In einem dezentralen System, dass auf Blockchain-Anwendungen basiert, ist nichts überflüssiger, als eine Zentralbank der Zentralbanken“.

Zentralbanken werden in naher Zukunft Kryptowährungen emittieren

Vor kurzem kamen jetzt von Agustin Carstens, dem Chef der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich ebenso interessante wie konträre Aussagen zu seinen jüngst, im letzten Jahr getroffenen Feststellungen. Carstens ist bislang als absoluter Bewahrer des derzeitigen Geldsystems und Bankenlobbyist aufgefallen. Gegenüber der Financial Times sagte er: „Es könnte sein, dass es früher ist, als wir glauben, dass es einen Markt gibt, und wir müssen in der Lage sein, digitale Währungen durch die Zentralbank bereitzustellen“.

Mein Fazit: Augustin Carstens ist nicht nur der Cheflobbyist der BIZ, die zunehmend an Einfluss verliert, sondern auch ein absoluter Opportunist. Er hat begriffen, dass Kryptowährungen mit hoher Wahrscheinlichkeit eine wichtige Bedeutung in der Zukunft einnehmen werden. Deswegen vertritt er jetzt auf einmal die Sichtweise, dass Zentralbanken digitale Währungen ausgeben müssen, die auf nationalen Fiat-Währungen basieren, also Zentralbank-Stablecoins.

Hier gilt gleiches wie für LIBRA, dem geplanten Stablecoin von Facebook:

Zentralbank-Kryptowährungen werden KEINE Konkurrenz zu Bitcoin & Co., da sie zentralisiert und an Fiat-Währungen gekoppelt sind. Sie werden aber dazu beitragen, das gesamte Krypto-Ökosystem, die Marktakzeptanz und somit den Weg zur Massenadaption weiter zu fördern. Weiterführende Infos …

Markus Miller

Geschäftsführer GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U.

Gründer und Chefanalyst KRYPTO-X.BIZ

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