Digitalisierungsgrad: Der Blick auf den DESI-Index 2019!

Der sogenannte DESI-Index wird von der EU-Kommission seit dem Jahr 2014 jährlich veröffentlicht. ​Der Index für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft (DESI = Digital Economy and Society Index) wird aus verschiedenen Indikatoren zusammengesetzt. Entwickelt wurde der DESI-Index von der Europäischen Kommission (GD CNECT), um die Entwicklung der digitalen Wirtschaft und Gesellschaft in den EU-Ländern bewerten zu können.

Der DESI-Index erhebt Daten zu den folgenden fünf Segmenten:

  1. Konnektivität
  2. Humanressourcen
  3. Internetnutzung
  4. Integration der Digitaltechnik
  5. digitale öffentliche Dienste

Die einzelnen Länder werden darüber hinaus in vier Gruppen zusammengefasst:

  1. Führende Länder
  2. Überdurchschnittliche Länder
  3. Aufholende Länder
  4. Zurückfallende Länder

DESI Index 2019: Deutschland ist im EU-Vergleich lediglich Mittelmaß

Im EU-Vergleich ist Deutschland in Sachen Digitalisierung nur Mittelmaß. Das zeigt die nachfolgende Statista-Grafik auf Basis des Digital Economy and Society Index (DESI) der EU-Kommission. Der Grad der Digitalisierung variiert in den Mitgliedstaaten der EU stark, dabei gibt es ein Nord-Süd-Gefälle:

An der Spitze liegen Finnland (69,9), Schweden (69,5), die Niederlande (68,9) und Dänemark (68,8). Schlusslichter sind Griechenland (38,0), Rumänien (36,5) und Bulgarien (36,2). Durch den Einsatz digitaler Technologien können Unternehmen und Staat effizienter arbeiten und Kosten senken.

E-Government und E-Health: Deutschland zählt zu den Schlusslichtern.

Das mittelmäßige Ergebnis Deutschlands (54,4) kommt unter anderem durch das schlechte Abschneiden in der Dimension „Öffentliche Dienste“ zustande. Hierbei wird der Fortschritt der Länder im Bereich auf E-Government und E-Health gemessen. In diesem Bereich ist Deutschland weit abgeschlagen auf dem fünftletzten Platz.

Bei den weiteren Dimensionen (Ausbau des Breitbandinternets, der Internetnutzung und dem Digitalisierungsgrad der Wirtschaft) erreicht Deutschland jeweils mittelmäßige Ergebnisse. Dieser negative Digitalisierungs-Status ist für Deutschland und jeden einzelnen Bürger und Investor auch gleichzeitig eine große Chance. Weiterführende Infos …

Markus Miller

Geschäftsführer GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U.

Gründer und Chefanalyst KRYPTO-X.BIZ

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