Krypto-SCAM Tycoon69 und Stefan Hostettler: Behörden schreiten ein!

Ende des letzten Jahres habe ich eine Warnung ausgesprochen vor einem Unternehmen aus der Schweiz. Der Tycoon69 AG mit Firmensitz in Eimatt 16b in 6372 Ennetmoos im Kanton Nidwalden (NW). Geschäftsführer (CEO) der Tycoon69 ist mit dem Schweizer Staatsbürger Stefan Hostettler ein vollkommen dubioser MLM-Networker, der schon mehrfach – teils spektakuläre – „Pleiten“ hingelegt und dabei verbrannte Erde hinterlassen hat.

Ich war und bin davon überzeugt, dass dieses Schicksal auch die Tycoon69 AG – und leider auch wieder zahlreiche gutgläubige Investoren und Vertriebspartner – treffen wird. Als ich das Wort Tycoon 69 zum ersten Mal gehört habe, dachte ich an eine Pornoseite. Nein, es ist ein dubioses MLM-Vertriebssystem für angebliche Krypto-, Blockchain-, Bank- und Finanzdienstleistungen, in Kooperation mit einer MCV-CAP Beteiligung AG aus dem österreichischen Villach!

Die Tycoon69 AG ist die Vertriebsschiene für das Unternehmen MCV-CAP Beteiligung AG aus Villach in Österreich. Dieses dubiose Unternehmen wollte vor einiger Zeit ein ICO (Initial Coin Offering) durchführen – bzw. hat dieses auch durchgeführt – zur Finanzierung einer zukünftigen „Blockchain- bzw. Kryptobank“ mittels des MCV-Token (ERC20-Smart Contract auf der Blockchain von Ethereum). Jetzt soll mithilfe der „Vertriebspower“ der Tycoon69 AG ein BCB4U-Coin und eine BCB4U-Bank ins Leben gerufen werden. MCV Token sollen zukünftig in BCB4U-Coins gewandelt werden. Aktuell wird angeblich versucht, eine bestehende Bank zu akquirieren, um an eine Banklizenz zu kommen. Ich habe beide Unternehmen bereits im letzten Jahr bei den Aufsichtsbehörden angezeigt. Bei der BaFin in Deutschland, der FMA in Österreich und der FINMA in der Schweiz. Mir wurden auch zahlreiche, belastbare Insider- und öffentliche Anleger-Informationen zugespielt, die ich gesammelt an die jeweiligen Behörden übermittelt habe.

Warnung vor TYCOON69 und dem BCB4U-Coin!

Mein erster Bericht bzw. meine Warnung vor der Tycoon69 AG und Stefan Hostettler aus dem Jahr 2018 blieb auch für mich nicht ohne juristische Folgen, denen ich aber wie immer mehr als gelassen entgegensehe. Juristische Auseinandersetzungen bin ich mittlerweile mehr als gewohnt und ich habe einen sehr langen Atem und eine dicke Haut. Das liegt – neben meinen fundierten Recherchen und belastbaren Berichten – vor allem auch an meinen Top-Anwälten, die mich stets bestens vertreten. Ich kommuniziere aktuell bei Fragen zu den beiden Unternehmen mit einer Anwaltskanzlei aus Hamburg und einer zweiten Anwaltskanzlei aus Wien.

Beitrag aus dem Jahr 2018 auf KRYPTO-X.BIZ: Warnung vor TYCOON69 und dem BCB4U-Coin!

Welchen Geschäftszweck hat die Tycoon69 AG?

Laut Handelsregistereintragung bezweckt die Gesellschaft Tycoon 69 AG: Promoting, Coaching und Consulting im Bereich Wealth Management. Die Gesellschaft kann im ln- und Ausland Zweigniederlassungen errichten, sich an anderen Unternehmen im ln- und Ausland beteiligen, gleichartige oder verwandte Unternehmen erwerben oder sich mit solchen zusammenschließen, Grundstücke erwerben, verwalten und veräußern sowie alle Geschäfte eingehen und Verträge abschließen, die geeignet sind, den Zweck der Gesellschaft zu fördern, oder die direkt oder indirekt damit im Zusammenhang stehen.

Im Handelsregister werden – oder besser gesagt wurden – die beiden Personen Stefan Hostettler und Dorothea Juvet-Kossel als verantwortliche Personen geführt. Seit dem 13.06.2019 ist allerdings die renommierte Rechtsanwaltskanzlei Holenstein Rechtsanwälte – als sogenannte „Untersuchungsbeauftragte“ – im Handelsregister eingetragen. Was ist passiert?

Quelle: Handelsregistereintragung Schweiz

Die Schweizer Finanzmarktaufsicht FINMA greift ein!

Am 28.05.2019 hat die Schweizer Finanzmarktaufsichtsbehörde FINMA (Bild) eine gravierende behördliche Maßnahme gegen die Tycoon 69 AG, Stefan Hostettler und Dorothea Juvet-Kossel ergriffen. Die FINMA hat eine Untersuchung eingeleitet und die Rechtsanwaltskanzlei Holenstein Rechtsanwälte AG, Utoquai 29/31, 8008 Zürich als Untersuchungsbeauftragte eingesetzt.

Quelle: Intervention der FINMA

Die Untersuchungsbeauftragte wurde ermächtigt, allein für die Gesellschaft zu handeln. Den bisherigen Organen (Stefan Hostettler und Dorothea Juvet-Kossel) wurde untersagt, ohne Zustimmung der Untersuchungsbeauftragten weitere Rechtshandlungen vorzunehmen.

Ich habe daraufhin umgehend die beiden Rechtsanwaltskanzleien der Unternehmen Tycoon 69 AG und MCV CAP Beteilung AG – mit denen ich in Kontakt bzw. Konflikt stehe – um eine Stellungnahme zu diesen für mich sehr erfreulichen Entwicklungen gebeten. Erfreulich deswegen, weil ich mich in meinen Warnungen bestätigt fühle und meine Anzeigen offensichtlich Wirkung zeigen.

Noch Anfang Juni stellte sich beispielsweise Stefan Hostettler (Bild unten zweiter von links) – unter anderem mit handelnden Personen der MCV-CAP Beteiligung AG, in der Salzburg-Arena vor tausenden gutgläubigen Anlegern und Vertrieblern auf die Bühne, verkaufte weiterhin seine angeblichen Produkte und ging mit keiner Silbe auf diese behördliche Maßnahmen ein. (Hinweis: Laut nachfolgender Stellungnahme der Anwaltskanzlei der MCV-CAP Beteiligung AG ging die Information an die Tycoon69 AG über die behördliche Maßnahme erst nach dem Event ein). Allerdings: Nachweislich zahlreicher Videomitschnitte bezeichnet sich Stefan Hostettler auch belegbar in Facebook-Postings, Videos oder Werbematerialen weiterhin als CEO der Tycoon69 AG, obwohl ihm jegliche Rechtsgeschäfte zum jetzigen Zeitpunkt behördlich untersagt sind.

Stellungnahme der Anwaltskanzlei der MCV-CAP Beteiligung AG

Seitens der Anwaltskanzlei der Tycoon 69 AG habe ich bislang keine Rückmeldung erhalten. Seitens der Anwaltskanzlei der MCV-CAP Beteiligung AG habe ich folgende Rückmeldung (Originalzitat) auf meine Anfrage erhalten:

„Unsere Mandantin, die MCV-CAP Beteiligung AG, hat von der interimistischen Verwaltung der Tycoon69 AG durch die von der FINMA eingesetzten Vertreter Kenntnis. Nach Kenntnis unserer Mandantin wurde der Tycoon69 AG die Verständigung der FINMA erst nach dem von Ihnen angesprochenen Event in Salzburg zugestellt, insofern kann ich keine Täuschung erkennen.

Nach unserem Verständnis ist es die Aufgabe des Verwalters, den Sachverhalt festzustellen, um der FINMA die notwendigen Informationen für ihre Aufsichtstätigkeit zu geben. Unsere Mandantin geht davon aus, dass der Sachverhalt rasch aufgeklärt wird und die Tycoon69 AG ihre Tätigkeit wiederaufnehmen kann. Dass diese Anordnung der FINMA auf das ganze Projekt ein schiefes Licht wirft, ist natürlich bedauerlich. Zu den Tätigkeiten der Tycoon69 AG in der Schweiz können aber leider weder unsere Mandantin noch wir näher Stellung beziehen.

Unsere Kanzlei begleitet die MCV-CAP derzeit im Prozess, eine österreichische Bank zu akquirieren. Neben uns investieren auch andere Berater im Moment sehr viel Zeit und Energie in die rechtliche und wirtschaftliche Feinjustierung des künftigen Bankbetriebs. Auch das ist natürlich kein Garant für den Erfolg eines Projekts, allerdings sehe ich aus erster Hand, dass die MCV-CAP keine Scammer sind.“

Quelle: Stellungnahme Stadler Völkel Rechtsanwälte, Wien

Meine Kurzeinschätzung: Die MCV-CAP Beteiligung AG handelt verantwortungslos!

Ich gehe derzeit auch nicht davon aus, dass hinter der MCV-CAP Beteiligung AG Betrüger stehen, aber offensichtlich vollkommen naive und verantwortungslose Personen, die in ihrer Kompetenz zu hinterfragen sind und die sich faktisch mit einem dubiosen MLM-Vertriebssystem einlassen.

Die verantwortlichen Personen der MCV-CAP Beteiligung AG sind: Management Board: Mag. Dr. Christian Strasser (CEO), Dipl. Ing. Ernst Gaulhofer (CTO), Ing. Thomas Liebert (CFO). Supervisory Board: Egon Putzi, Mag. Gerald Schreiner, Manfred Kepold, Gerald Deutschbauer. Advisors: Mag. Eduard Schreiner, Dr. Alexander Picker, Mag. Herwig Burgstaller, Mag. Lucas Sobotka, DI Martin Melkowitsch, Gerfried Weissegger, DI Alexander Meyer.

Quelle: MCV-CAP.com

Das ist auf Basis meiner umfassenden Recherchen meine feste Überzeugung. Die MCV-CAP Beteiligung AG lässt es auch zu, dass eindeutig in zahlreichen Werbematerialen – On- und Offline – ganz aktiv mit den Bankdienstleistungen einer BCB4U Bank geworben wird. Nachfolgend ein Beleg und Beispiel.

Die Werbung mit einer angeblichen Bank ist illegal – Es liegt keine Banklizenz vor!

Die umfassenden Werbeaussagen und Versprechungen von Vermittlern mit angeblichen Bankdienstleistungen oder dem bestehen einer BCB4U BANK AG sind vollkommen irreführend und schlicht illegal. Es liegt faktisch keine Banklizenz vor. Es wird Zeit, dass auch die Finanzmarktaufsicht Österreich FMA hier endlich eingreift bzw. durchgreift! Gleiches gilt für die BaFin, da die Tycoon69 Anfang Juni 2019 – also nach der Untersagung durch die FINMA – beispielsweise Vertriebsveranstaltungen in Düsseldorf und Karlsruhe aktiv beworben und auch durchgeführt hat.

Ich will darauf hinweisen, dass bei dem Salzburg-Event bereits ganz aktiv mit der BCB4U-Bank geworben wurde, u.a. auch mit Logos auf Autos und Fahnen. Die Bank gibt es allerdings noch überhaupt nicht, sie ist nicht existent und ich bezweifle sehr stark, dass es jemals eine BCB4U-Bank geben wird.

Unfassbar: Tycoon69 gründet einfach schnell einmal eine neue Firma im tschechischen Prag

Mit was für dubiosen Gestalten wir es bei der Tycoon69  und deren führenden Vertrieblern zu tun haben, zeigt sich an einer weiteren, aktuellen Entwicklung. Ganz offensichtlich – aufgrund der behördlichen Verfügung der FINMA – wurde am 06.06.19 in Tschechien schnell in einem Vorort von Prag die Tycoon69 SRO gegründet. Selbst das Impressum der Internetseite www.tycoon69.com wurde temporär auf die neue Firma geändert (Tycoon69 sro, Kloboukova 1231/75, Praha 4 – Chodov, CZ), mittlerweile aber wieder zurückgestellt.

Der Copyright-Hinweis wurde allerdings vergessen zurückzustellen, dieser ist im obigen Screenshot vom 17.06.19 noch ersichtlich und lautet auf die tschechische Tycoon69 SRO. So kann die Verfügung der FINMA einfach umgangen und Gelder umgeleitet werden! Gründer der Tycoon69 SRO ist der Tscheche Pavel Zítko (Bild oben zweiter von rechts), der zum Führungskreis – die sich „Leader“ nennen – der Tycoon69 rund um Stefan Hostettler gehört und der ebenfalls wie Hostettler bereits in den SCAM „Kryptogold“ involviert war.

Quelle: Handelsregister Prag/Tschechien

Tycoon69: Firmengründung bzw. Sitzverlagerung auch in bzw. nach Österreich!

Tycoon69 hat mittlerweile auch in Österreich eine neue Gesellschaft ins Leben gerufen. Bereits am 12.12.2018 wurde nachfolgendes Unternehmen gegründet. Trotz eingeleiteter Untersuchung durch die Schweizer Finanzmarktaufsicht FINMA hat Tycoon69 die Internetseite www.tycoon69.com gespiegelt unter www.tycoon69.global. Der Unternehmenssitz dieser Internetseite bzw. der Firma ist laut nachfolgendem Impressum wie der Firmensitz der MCV-CAP Beteiligung AG im österreichischen Villach.

Geschäftsführerin der Gesellschaft und alleinige Gesellschafterin zu 100% ist übrigens eine gewisse Steiner Christina Lisa (Bild oben links). Das ist die derzeitige Lebensgefährtin von Stefan Hostettler. Registriert wurde die Internetseite Tycoon69.global übrigens ebenfalls erst am 06.06.2019, also nach dem Behördeneingriff durch die FINMA, interessanterweise in Istanbul in der Türkei!

TY Tycoon 69VertriebsGmbH
Völkendorferstrasse 1,
9500 Villach,
Austria
AT U74117323

Quelle: Impressum Tycoon69.global

Die Finanzmarktaufsicht Österreich FMA hat ebenfalls eine Untersuchung eingeleitet

Seit Freitag dem 21.06.19 ist auf der Internetseite Tycoon69.global folgender Hinweis zu lesen:
„WILL BE BACK SOON…

Sehr geehrte Damen und Herren, bitte entschuldigen Sie die Unannehmlichkeiten.

Die Webseite und das entsprechende Backoffice sind vorübergehend wegen Optimierungs- und Wartungsarbeiten geschlossen. Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Ihren Sponsor.

Vielen Dank für das Verständnis.“
Quelle: Tycoon69.global

Die Stellungnahme der Finanzmarktaufsicht Österreich FMA

Seitens der Finanzmarktaufsicht Österreich FMA habe ich auf meine Anfrage am 24.06.19 die folgende Stellungnahme erhalten, ich zitiere im Original:

„Aufgrund der gesetzlichen Verpflichtung zur Amtsverschwiegenheit kann die österreichische Finanzmarktaufsichtsbehörde FMA laufende Ermittlungen nicht kommentieren. Wir werden aber selbstverständlich im Sinne eines effektiven Verbraucherschutzes die Öffentlichkeit entsprechend der gesetzlichen Vorgaben über gegebenenfalls erforderliche behördliche Maßnahmen informieren.“
Quelle: Finanzmarktaufsicht FMA Österreich

Information zu Tycoon69 AG: Klarstellung der FMA

Am 27.06.19 hat die Finanzmarktaufsicht Österreich (FMA) folgende Information veröffentlicht:

„Aufgrund zahlreicher Anfragen ist der FMA bekannt, dass das Unternehmen Tycoon69 AG Anleger anspricht mit der Ankündigung, gemeinsam mit dem Unternehmen MCV-CAP Beteiligung AG eine Bankkonzession zu erlangen oder eine Bank zu erwerben.

Die FMA weist darauf hin, dass diese beiden genannten Unternehmen keine Konzession der FMA besitzen und nicht berechtigt sind, konzessionspflichtige Bank- und Finanzdienstleistungen anzubieten.

Betreffend die Tycoon69 AG weist die FMA zudem darauf hin, dass die schweizerische Finanzmarktaufsichtsbehörde FINMA am 28.5.2019 einen Untersuchungsbeauftragten in diesem Unternehmen eingesetzt hat.“

Quelle: Finanzmarktaufsicht Österreich

Update 05.07.2019: Warnmeldung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht

Am 05.07.2019 hat eine weitere Aufsichtsbehörde eine Warnmeldung in der Causa Tycoon69 AG, BCB4U Bank AG und MCV-CAP Beteiligung AG ausgesprochen. Die Deutsche Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin (Bild). Nachfolgend die Information im Original-Wortlaut:
Die BaFin weist darauf hin, dass sie der BCB4U BANK AG keine Erlaubnis gemäß § 32 Kreditwesengesetzes (KWG) zum Betreiben von Bankgeschäften oder Erbringen von Finanzdienstleistungen erteilt hat.

Die Unternehmen Tycoon69 AG mit Sitz in Ennetmoos in der Schweiz sowie MCV-CAP Beteiligung AG mit Sitz in Österreich behaupten wahrheitswidrig, über eine Banklizenz für die von ihnen angeblich gegründete BCB4U BANK AG zu verfügen.

Keines der genannten Unternehmen untersteht der Aufsicht der BaFin. Die Unternehmen sind auch nicht befugt, grenzüberschreitend im Inland gegenüber deutschen Kunden Bankgeschäfte zu betreiben oder Finanzdienstleistungen zu erbringen.

Hinweis seitens der BaFin

Die BaFin nimmt ihre Aufgaben und Befugnisse gemäß § 4 Abs. 4 FinDAG nur im öffentlichen Interesse wahr. Aufgrund der gesetzlichen Verschwiegenheitspflicht kann sie Dritte nicht über den Verlauf und das Ergebnis eines Verwaltungsverfahrens unterrichten.

Sie können die BaFin aber bei ihrer Arbeit unterstützen. Wenn sie konkrete Hinweise zu den hier genannten Anbietern haben, beispielsweise Muster der Vertragsunterlagen, E-Mail-Adressen, Ruf- und Faxnummern der Kommunikationspartner oder die Kontoverbindung des Anbieters, dann wenden Sie sich an die Hinweisgeberstelle der BaFin.

Update: 15. Juli 2019 – Änderung des Impressums auf Tycoon69.com auf die neue Firma aus Tschechien!

Update: 05. August 2019 – Erneute Änderung des Impressums auf Tycoon69.com

Der Aktionismus und die Maßnahmen von Stefan Hostettler werden zunehmend dubioser und verlagern sich nun längst in das Segement von Straftatbeständen. Auf der Internetseite www.tycoon69.com wurde nun wieder das Impressum verändert, was ein signifikanter, rechtlicher Eingriff ist, der den handelnden Personen seitens der Behörden nicht mehr erlaubt ist. Dabei wurde nun einfach die Rechtsform (AG) komplett weggelassen, wie nachfolgender Screenshot vom 05.08.19 verdeutlicht. Auch das ist schlicht illegal!

Neue Internetseite Tycoon69int.com – Weitere Firmengründung in den Vereinigten Arabischen Emiraten

Aber es wird noch kurioser oder besser gesagt dubioser. Zusätzlich wurde nun einen neue Internetseite ins Leben gerufen unter www.tycoon69.com. Hier wird im Impressum ein neues Unternehmen genannt mit Sitz in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Eine Briefkastenadresse in der Freihandelszone von Ajman. Nachfolgend der Screenshot, ebenfalls vom 05.08.2019.

Tycoon69 International F.Z.E

SM-Office-E1-2201H
Ajman Free Zone, Ajman
United Arab Emirates

Update 06.08.2019: Warnung der Finanzmarktaufsichtsbehörde in Lettland

Mittlerweile ziehen die Warnungen und Eingriffe der internationalen Aufsichtsbehörden weit über den deutschspraigen Raum hinaus ihre Kreise. So warnt aktuell die Financial and Capital Market Commission von Lettland/Latvia ebenfalls vor der Tycoon69! TYCOON69 AG is to be considered as unlicensed service provider and the warning of the business activity of the TYCOON69 AG had been already placed on the Commission’s website (please see the link (available only in Latvian).
Abschließender Hinweis: Eine Untersuchung und Untersagung ist kein Urteil, es gilt für alle Beteiligten weiterhin die Unschuldsvermutung!

Meine grundlegenden Empfehlungen:

1. Auf solide Anbieter achten! Vorher im Internet recherchieren

2. Impressum auf Internetseiten bzw. im Werbematerial prüfen

3. Nicht unter Zeitdruck setzen lassen, keine Sofortabschlüsse!

Im bereits eingetretenen Schadensfall:

1. Anzeige bei der Polizei erstatten

2. Nationale Aufsichtsbehörden informieren (BaFin, FMA, FINMA)

3. Beschreitung des Rechtsweges über einen spezialisierten Anwalt – Nehmen Sie Ihren Vermittler/Sponsor in Haftung!

Weiterführender BLOG zu dieser Thematik:

Bitcoin Betrug: Markus Miller LIVE bei Aktenzeichen XY!

Markus Miller

Geschäftsführer GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U.

Gründer und Chefanalyst KRYPTO-X.BIZ

 

24 Gedanken zu „Krypto-SCAM Tycoon69 und Stefan Hostettler: Behörden schreiten ein!

  1. In der aktuellen Network-Karriere (online) heißt es, dass die Behörden nun auch Ermittlungen gegen Vertriebspartner einleiten können. Was bedeutet dies? Können wir Vertriebspartner auch des Betruges verdächtigt werden, obwohl wir nur Opfer sind?
    Ermitteln die Behörden auch wegen Betruges oder ist dies ein Folgeschritt?
    Unglaublich was diese Herren mit den Vertriebspartnern für ein übles Spiel mit arglistiger Täuschung betreiben.

    1. Sehr geehrter Herr Zeiler, ja dem ist so! Es gilt grundlegend: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht und der Begriff „nur Opfer“ trifft im juristischen Sinne schlicht nicht zu, sobald weitere Investoren geworben wurden. Sobald ein derartiges MLM-Konzept gegen Provision weitervermittelt wird, entstehen in der Downline Haftungsansprüche. Das bedeutet ein Vermittler/Sponsor kann von seiner Downline rechtlich belangt und haftbar gemacht werden. Ich verweise hier auf den Beitrag von Rechtsanwältin Dr. Miriam Prinzen von der Kanzlei SBS Legal Rechtsanwälte, die sich auf MLM-Recht spezialisiert hat mit dem Titel: Schadensersatzprozesse gegen Networker! https://krypto-x.biz/2019/05/08/schadensersatzprozesse-gegen-networker/

      1. In der MCV-CAP Telegram Gruppe wird eine Stellungnahme von S. Hostettler promotet.
        Vielleicht gibt es dann eine endgültige Erklärung oder ein AUS erwartet die Vertriebspartner.

        Hier die Meldungen:
        Hallo,

        Sie sind zu einem Zoom Meeting eingeladen.
        Wann: 31.Jul.2019 07:00 PM Zürich

        Registrieren Sie sich bitte für das Datum und die Uhrzeit, die Ihnen am besten passen:
        https://zoom.us/meeting/register/be25f572a755dc62d746f627e8486654

        Nach der Registrierung erhalten Sie eine Bestätigungs-E-Mail mit Informationen über die Teilnahme am Meeting.

        weitere Info:
        Es steht auch 31 Juli und wurde schon vor Tagen von Stefan angekündigt das in diesem webinar alles aufgeklärt und die Verursacher auch aus den eigenen Reihen namentlich genannt werden.

        …man darf ja dann auf die Verursacher aus den eigenen Reihen gespannt sein. Herr Hostettler hat ja sicher gar nichts verursacht…er ist ein Unschuldsengel und ein Top-Networker und Business-Mann (…glaubt er)

        Es wir wohl eine Regresswelle auf ihn und die MCV-CAP zukommen.

  2. Wie verhält sich die Deutsche BaFin in der Angelegenheit „Finanzprodukt“ der Tycoon69?
    Sind Veranstaltungen hierzu erlaubt, online / offline?

    1. Auch seitens der BaFin laufen – analog zu den Entwicklungen in Österreich (FMA) und der Schweiz (FINMA) – derzeit intensive Untersuchungen. Ich werde selbstverständlich umgehend darüber berichten, sobald eine offizielle Mitteilung der BaFin veröffentlicht wird.

    1. Was ich empfehle bzw. was Sie tun können im bereits eingetretenen bzw. jetzt drohenden Schadensfall finden Sie am Ende des Beitrages. Meine Empfehlung sind jetzt die folgenden Schritte:

      Im bereits eingetretenen Schadensfall:

      1. Anzeige bei der Polizei erstatten

      2. Nationale Aufsichtsbehörden informieren (BaFin, FMA, FINMA)

      3. Beschreitung des Rechtsweges über einen spezialisierten Anwalt, wobei das bei 500 Euro Schadenssumme selbstverständlich zu prüfen/kalkulieren ist, außer Sie haben eine Deckungszusage durch Ihre Rechtsschutzversicherung!

      Ich empfehle Ihnen ebenso, dass Sie sich direkt an die durch die FINMA untersuchungsbeauftragte Rechtsanwaltskanzlei wenden, die Sie im Bericht finden: https://www.hol-law.ch

      Viele Grüße und viel Erfolg!

      Markus Miller

  3. Die Webseite tycoon69.global ist zu tycoon69.com unter Kontrolle der Finma. Konten zu Österreichische FMA wird hoffentlich auch bald reagieren. Schade um die Idee der Herren hinter NCV Cap aber Mit Histettler konnte das nur eine Fehlgeburt werden. Einmal Betrüger immer Betrüger.

  4. Unglaublich das Leute wie Herr Hostettler immer mit dem selben Schema durchs Leben gehen. Immer durch kommen. Bei uns in der Schweiz ist der Name alleine schon so verpönt das es klar ist das Herr Hostettler immer weiter und weiter ausholen muss. Es würde mich nicht wundern wenn sich jetzt nach und nach immer mehr Leute melden und auch ihre Gelder zurück haben wollen.

  5. Ohhhhh eine Zeitlang hat es gedauert bis man von Herrn Hostettler wieder Schlagzeilen liest. Es war ja nur eine Frage der Zeit, wann er es wieder und wieder schafft abertausende neue Leute über den Tisch zu ziehen. Angefangen von X1 Business, bis Dubli und Kryptogold, egal ob Führungskräfte,Firmeninhaber oder einfach nur Anleger.
    Sammelklagen in den einzelnen Ländern wären schon längst fällig, Anzeigen wegen Steuerhinterziehung und Korruption. Er nennt sich CEO und Investor? mit diesem Wortschatz, diesem eingeschränkten Wissen (außer Leute über den Tisch zu ziehen, das kann er!!) und einem Berg Schulden eine AG zu Gründen ist doch mehr als merkwürdig.
    Sofort Abstand nehmen vor Hostettler und Company, ansonsten psychischer und materieller Totalschaden.

  6. Ein selbstherrlicher Hostettler hat schon viele Partner in der Vergangenheit geprellt. Neben der Verlagerung der Gesellschaft nach Prag…oder der Bankkonten…ist auffällig, dass er sich des Öfteren in Dubai aufhält.
    Zufall? …oder setzt er sich eher ab, wenn es zu heiß für ihn wird? …dadurch keine Regress
    -Pflicht!
    Auffällig ist auch, dass KEIN Top-Networker bei Tycoon69 mitmacht…sie kennen den Hostettler offensichtlich sehr genau. Vertrauen = NULL !
    Aus Insider-Kreisen ist zu hören, dass auch einige Herren der MCV-CAP an der Tycoon69 beteiligt sind, daher sicher auch die Unterstützung. Schade eigentlich, dass man sich hier nicht klar distanziert oder gar den Vertrieb über Tycoon69 untersagt! Laut White Paper der MCV-CAP ist der Token-Verkauf eh im April über die MCV beendet worden.
    MCV-CAP sollte sich wieder auf Seriösität besinnen.
    Hostettlers Kommentar auf FB und die Aufforderung bzw. Drohungen und Beleidigungen sind bezeichnend für seinen Charakter und eines CEOs unwürdig. Das, was er von anderen verlangt (sogar mit Bibelzitaten) sollte er zunächst bei sich selbst umsetzen.
    Hochmut kommt vor dem Fall… oder „what comes arround – goes arround“
    Im Hostettler Chargon heißt es besser: Was muss der Typ für Scheisse im Hirn haben!

  7. Ich bin entäuscht von \Ihren Ausführungen. Icj habe auch die Anzeige der schweizer Finanzaufsicht gelesen. Ich vermute, das Sie die Anzeige ausgelöst haben. Aber, Ihnen ist offensichtlich ein schwerer Fehler unterlaufen. Ich sage nicht, welcher das ist. Denn das Ganze sieht mir nach einer kleinkarierten Privatfehde aus. Ic h wünsche Ihnen, das Sie krachend mit dieser Aktion scheitern. Darauf freue ich mich schon! Alles Gute!

    1. Es gibt weder eine Aktion noch eine Privatfehde und in meinem aktuellen Beitrag finden Sie klare Fakten. Ich habe mit Sicherheit keinen Einfluss darauf, ob eine Schweizer Behörde Ermittlungen startet oder nicht. Sie können sich sicher sein, dass dafür gravierende Belege vorliegen müssen, damit ein derart weitreichender Schritt erfolgt. Trotz aller Indizien habe ich darüber hinaus klar auf die Unschuldsvermutung verwiesen, aber dennoch Fakten belegt. Ebenso wie Sie bin ich auf die weiteren Entwicklungen sehr gespannt! Viele Grüße Markus Miller

      1. Sehr geehrter Herr „Journalist“
        wahrscheinlich ist Ihr Leben wirklich langweilig, wenn Sie so viel Zeit in Tycoon69 investiert haben, um die ganze Sache so groß aufzublasen. Sie haben gar keine Ahnung wie es intern abläuft, aber es ist wirklich lustig als Angestellte von Tycoon69 Ihr Artikel zu lesen
        Keine Ahnung aber großes Mund.. leider ist die Meinungsfreiheit in manchen Fälle . . .
        Bitte versuchen sie zu kapieren, dass Sie mit Ihrem BLABLA tausende Leute zur Kapitalverlust bringen könnten und damit werden natürlich auch die Arbeitsplätze gefährdet.
        Es ist kein Betrug, sonst würde das ganze schon seit FMA Besuch geschlossen und die Kunden hätten keinen Ansprechspartner, was aber nicht der Fall ist!!!!!!! …oder so weit kann man in Ihre Position nicht denken?
        Ich wünsche Ihnen wirklich viel viel Vernunft !!!

        1. Ich bin der Ansicht Sie verwechseln jetzt die Behörden FMA (Österreich) und FINMA (Schweiz). Fakt ist, die Seite http://www.tycoon69.global, bei der mit der österreichischen Firma mit Sitz in Villach operiert wird, ist seit letzten Freitag abgeschaltet bzw. mit einem Hinweis „Will be back soon“ versehen, dass das „Backoffice vorübergehend wegen Wartungs- und Optimierungsarbeiten geschlossen ist, Nutzer sollen sich an ihren Sponsor wenden“. Ja Sie haben recht, ich weiß nicht was intern abläuft, aber wenn ich sehe was nach außen passiert – wie beispielsweise diese Entwicklung zusätzlich zu den bereits im BLOG beschriebenen und dokumentierten Fakten – dann reicht mir das für meine absolut rationale und vernünftige Analyse vollkommen aus!

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