Krypto-Technologie: Was ist eigentlich ein Fork?

An den Kryptomärkten rund um Bitcoin und Co. kommt es aktuell zu starken Marktturbulenzen, verbunden mit einem massiven Kurseinbruch beim Bitcoin und zahlreichen Altcoins. Ein wesentlicher Grund dafür liegt nach meiner Überzeugung in den Vorgängen rund um die Kryptowährung Bitcoin Cash (BCH), die einst – im August 2017 – aus einem sogenannten Hardfork des Bitcoin (BTC) entstanden ist. Am gestrigen Donnerstag kam es bei Bitcoin Cash zu einem – im Vorfeld angekündigten – Hardfork, bei dem sich zwei unterschiedliche „Entwickler-Lager“ regelrecht bekämpft haben.

Derartige, technische Vorgänge sind speziell für Neueinsteiger in die Kryptomärkte – verständlicherweise – böhmische Dörfer. Deswegen heute meine grundlegenden Ausführungen zur Thematik eines Forks bzw. Hardforks: „Fork“ ist der englische Begriff für Gabel. Ein Fork bezeichnet somit eine Abgabelung bzw. Abspaltung. Dabei handelt es sich vereinfacht beschrieben um eine Weiterentwicklung der Software. Es gibt zahlreiche, derartiger Vorgänge bei Kryptowährungen, die in Form einer Protokollaktualisierung vollkommen unspektakulär und weitestgehend unbemerkt verlaufen. Dafür wird beispielsweise die Begriffsbezeichnung „Softfork“ verwendet.

Bei einem Hardfork kommt es zur Spaltung der Blockchain

Im aktuellen Fall bei Bitcoin Cash kam es hingegen zu einem sogenannten Hardfork. Dieser bringt aus technologischer Sicht eine Protokolländerung des Programmcodes mit sich, der – im Gegensatz zum Softfork – nicht abwärtskompatibel ist. Ein derartiger Vorgang führt zu einer Spaltung der Blockchain in zwei Hälften und zur Entstehung einer neuen Kryptowährung. So wie das einst bei der Abspaltung von Bitcoin Cash vom Bitcoin der Fall war.

Die Besonderheit – die ich in dieser Form bislang auch noch nicht erlebt habe – beim aktuellen Hardfork von Bitcoin Cash war es, dass es einen Streit unter den Entwicklern gab, wie die Protokolländerung vollzogen wird. Der Hauptstreitpunkt war die Definition der zukünftigen Blockgrößen (32 GB oder 128 GB). Dadurch kommt es zu einer doppelten Abspaltung und zwei neue Kryptowährungen entstehen. Ob das Sinn macht wird die Zukunft zeigen. Auf jeden Fall gilt es für Cryptocoin-Inhaber im Vorfeld eines anstehenden Hardforks, stets wichtige Grundlagen zu beachten. Weiterführende Infos …

Markus Miller

Geschäftsführer GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U.

Gründer und Chefanalyst KRYPTO-X.BIZ

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