Zukunftsentwicklung: Hardware-Token und biometrische Schlüssel statt Passwörter!

Ich bin mir sicher, Sie nutzen nach wie vor zahlreiche Passwörter für die unterschiedlichsten Bereiche. Vom E-Mail-Postfach, über das Online-Shopping auf den verschiedensten Plattformen bis hin zu Ihrem Bankkonto oder Ihrem Account auf Ihrer Krypto-Handelsplattform.

Selbst falls Sie das Internet nur gelegentlich zum Einkaufen nutzen, haben Sie sehr schnell eine große Fülle an Accounts zusammen. Zwar gibt es sehr häufig die einfache Möglichkeit der Anmeldung über Drittanbieter, wie etwa Google oder Facebook, doch genießen diese spätestens nach diversen Datenskandalen nicht mehr das unbedingte Vertrauen der Nutzer. Vollkommen zu Recht!

Um ein Passwort zu knacken muss ein Dritter meist nicht einmal ein versierter Hacker sein, viele Menschen verwenden immer noch sehr leicht zu erratende Zeichenkombinationen von Namen, über Geburtstage bis hin zum mehr als beliebten und nach wie vor häufig anzutreffenden Passwort 123456. Selbst für den Fall, dass Sie ein sehr komplexes Passwort nutzen, das Zahlen, Buchstaben, Sonderzeichen und Groß- und Kleinschreibung kombiniert, können sich Kriminelle immer noch verschiedenster Software bedienen, um auch derartige Passwörter zu knacken.

Die sichere Authentifizierung der Zukunft basiert auf der Kombination von Hardware-Token + biometrischem Schlüssel

Die Form der Authentifikation über ein Passwort gilt schon lange als Anachronismus zur ständigen Modernisierung des Internets. Mit dem neuen Standard FIDO2 von SIX Payment Services wird es beispielsweise nun prinzipiell möglich, Hardware-Token oder biometrische Merkmale für die Authentifizierung direkt über einen Browser zu nutzen. Der neue Standard bietet somit mehrere Möglichkeiten, ein Passwort zu ersetzen.

Ein USB-Stick als Hardware-Token stellt eine Art digitalen Schlüssel dar. Wenn ein Nutzer den Stick in den USB Port seines PCs steckt, wird er authentifiziert, genauso einfach wie eine Tür aufzuschließen. Daneben lassen sich aber auch die technischen Kapazitäten von Smartphones ausnutzen. Viele Mobiltelefone verfügen bereits über Fingerabdrucksensoren. Man könnte also auch dieses unverwechselbare Merkmal zur Authentifizierung heranziehen.

Bei allen Vorteilen: Auch ein Hardware-Token kann verloren gehen, ebenso kann auch ein Fingerabdruck „kopiert“ werden. Nach meiner Einschätzung basiert daher die sichere Authentifizierung der Zukunft auf der Kombination von Hardware-Token + biometrischem Schlüssel. Auch hier können und werden Blockchain-Technologie und Kryptowährungen zahlreiche Anwendungsbereiche finden. Weiterführende Infos …

Markus Miller

Geschäftsführer GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U.
Gründer und Chefanalyst KRYPTO-X.BIZ

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