Echte Kryptowährungen haben große Steuervorteile!

Das Bundesfinanzministerium klassifiziert Kryptowährungen wie den Bitcoin als „Recheneinheiten“ gemäß § 1 Abs. 11 Satz 1 Nr. 7 des Kreditwesengesetzes (KWG). Solche Recheneinheiten sind Finanzinstrumente, genauso wie Fremdwährungen in Form von Devisen. Dadurch sind sie steuerlich private Veräußerungsgeschäfte im Sinne des § 23 Abs. 1 Nr. 2 Einkommensteuergesetz (EStG).

Das hat zur Folge, dass die Versteuerung unterjährig erzielter Gewinne nicht mit dem Steuersatz der Abgeltungsteuer erfolgt, sondern mit Ihrem persönlichen Einkommensteuersatz. Hier gibt es lediglich eine Freigrenze für erzielte Gewinne in Höhe von 600 Euro. Diese Einstufung bringt allerdings auch einen ganz großen Steuervorteil mit sich: Nach Ablauf von einem Jahr sind Kursgewinne komplett steuerfrei!

Achtung! Finanzprodukte auf Kryptowährungen sind grundsätzlich steuerpflichtig!

Ich erhalte immer wieder Zuschriften von Anlegern, die bereits in Cryptocoins über Differenzkontrakte (CFDs) bei Brokern wie eToro, Plus500, iFOREX, IG Markets oder sonstige Zertifikate bzw. Derivate investiert haben. Diese Anleger kaufen KEINE echten Kryptowährungen, sondern lediglich Finanzprodukte. Sie haben keine Zugriffsmöglichkeit auf Ihre privaten Schlüssel (Private Keys). Das ist wie bei einer Investition in Gold ohne physische Auslieferungsmöglichkeit!

Unabhängig von der Haltedauer müssen Gewinne aus derartigen Investments mit der Abgeltungsteuer + Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer versteuert werden. Direktinvestitionen in echte Cryptocoins über Kryptobörsen, wie ich sie empfehle, sind hingegen nach Ablauf eines Jahres komplett steuerfrei.

Binäre Optionen und CFDs sind keine Cryptocoins!

Meine Strategien in Bezug auf Investitionen in Kryptowährungen basieren stets auf dem Erwerb echter Cryptocoins über ausgesuchte Kryptobörsen. Wiederholt habe ich ausdrücklich davor gewarnt, Finanzprodukte bzw. Finanzderivate in Form von Optionen oder Differenzkontrakten (CFDs) auf Cryptocoins über Forex- oder Derivatebroker zu erwerben. Auch wenn das auf den ersten Blick einfacher zu erscheinen mag, als eine Kontoeröffnung bei einer echten Kryptobörse, überwiegen die Nachteile.

Die ESMA verbietet binäre Optionen und schränkt CFDs massiv ein!

Die Handelskosten sind enorm hoch, Sie können Ihre „Kryptowährungen“ weder auf andere Börsen übertragen, noch Bezahlungen vornehmen und auch nicht auf Wallets sichern. Steuerlich fallen Finanzderivate stets unter die Abgeltungsteuer, während der direkte Erwerb von Kryptowährungen nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei ist. Viele Anleger haben Kryptowährungen nur deswegen über Derivate-Broker gekauft, weil ihnen dieses Wissen fehlt. Deswegen begrüße ich die aktuellen Maßnahmen der Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA).

Die ESMA verbietet EU-weit ab dem 27.04. die Vermarktung, den Vertrieb und den Verkauf binärer Optionen an Kleinanleger. Nicht nur auf Kryptowährungen, sondern grundsätzlich. Ab dem 27.05. schränkt die ESMA zusätzlich den CFD-Handel massiv ein. Bei Kryptowährungen mittels einer Hebel-Obergrenze von 2:1. Währungen wie der USD oder Euro dürfen bis zu einem Hebel von 30:1 vertrieben werden. Gold mit einem Hebel von 20:1 und Aktien zukünftig auch nur noch mit einem Hebel von 5:1. Echte Cryptocoins sind von diesen Einschränkungen NICHT betroffen! Weiterführende Infos …

Markus Miller

Geschäftsführer GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U.
Gründer und Chefanalyst KRYPTO-X.BIZ

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