Der Unsinn von der Tulpenzwiebel-Blase!

(11.03.18) Heute habe ich einmal bei Google die beiden Wörter „Bitcoin“ und „Tulpenzwiebel“ eingegeben. Eigentlich eine vollkommen unsinnige Suchkombination. Dennoch liefert Google aktuell rund 35.000 Ergebnisse. Der Bitcoin ist die führende Kryptowährung. Alle weiteren Kryptowährungen – außer dem Bitcoin – werden als alternative Cryptocoins bezeichnet. Die sogenannten Altcoins, von denen es mittlerweile über 1.500 gibt.
Eine Tulpenzwiebel hingegen ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Liliengewächse von der es ungefähr 150 Arten gibt. Aus einer anderen Quelle habe ich entnommen, dass es aufgrund der Vielzahl an Züchtungen bereits rund 3.000 Tulpenarten gibt. Ich bin kein Botaniker, und will jetzt auch keine Tulpenmärkte analysieren, deswegen lasse ich das einmal so stehen. Tulpen haben auch keinen Wert als Nahrungsmittel, sondern sie werden rein als Zierpflanzen in Parks und Gärten, sowie als Schnittblumen in Vasen verwendet. Sie haben unterschiedliche Farben und duften, manche mehr und manche weniger.

Sehen Sie die großen Gemeinsamkeiten mit dem Bitcoin? Ich nicht!

Ulrich Kater, der Chefvolkswirt der Deka-Bank wird zitiert mit der Aussage „Bitcoin ist die Tulpenzwiebel der Finanzmärkte im 21. Jahrhundert“. JP-Morgan-Chef Jamie Dimon behauptete vor nicht allzu langer Zeit „Bitcoins sind schlimmer als die Tulpenzwiebeln“. Obwohl JP Morgan zahlreiche Blockchain-Patente hält und heute an den Kryptomärkten immer aktiver wird. Hans-Jörg Naumer, der Leiter der Kapitalmarktanalyse bei Allianz Global Investors AGI wird zitiert mit den Worten „Selbst die Tulpenzwiebeln waren dagegen (Bitcoin) nur eine kleine Blase“. Ich könnte derartige „Experten-Zitate“ hier seitenlang weiterschreiben. Ebenso Berichte von zahlreichen Journalisten die ebenfalls den „Tulpenzwiebelvergleich“ immer wieder herangezogen haben. Wenn ich manche Berichte lese stelle ich fest, dass teilweise genau die identischen Textpassagen aus Wikipedia verwendet wurden, die dort unter dem Schlagwort „Tulpenmanie“ beschrieben stehen.

Der Bitcoin kann massiv fallen oder scheitern – Der Vergleich mit Tulpenzwiebeln ist aber schlicht Nonsens!

Ich habe vor Jahren in Kanada erstmalig mit Bitcoins bezahlt. Ich habe im Internet mit Bitcoins in Asien bezahlt, an Bitcoin-Geldautomaten Bargeld abgehoben, zahlreiche Altcoins gegen Bitcoins auf den unterschiedlichsten Kryptobörsen weltweit gehandelt, mit Bitcoin-Kreditkarten bezahlt und selbst Zahlungen in Bitcoin entgegengenommen. Hätte ich all diese realwirtschaftlichen Funktionalitäten mit einer Tulpenzwiebel auch vornehmen können? Nein!

Die angebliche Tulpenzwiebelblase ist ein geschichtlicher Mythos!

Bei allem Respekt und aller Toleranz kann ich einen Experten oder Journalisten der heute noch mit dem „Tulpenzwiebel-Argument“ um die Ecke kommt als „Warnung vor dem Bitcoin“ rein sachlich und fachlich einfach nicht mehr ernst nehmen. Natürlich kann der Bitcoin fallen. Er kann auch scheitern und ein Totalverlust ist möglich. Das gilt aber für den Euro, jede Währung und jede Aktie und vor allem all die Anleihen, die rein auf Schulden basieren ganz genauso! Selbst bei Gold kann ein Totalverlust eintreten in Form eines Goldverbotes bzw. im Falle einer Enteignung.

Unabhängig davon:

Anne Goldgar, Professorin für europäische Geschichte der frühen Neuzeit am King’s College in London hat bereits im Jahr 2008 viele Berichte zur angeblichen Tulpenzwiebelblase im 16. Jahrhundert als nicht belastbar entlarvt. Das Ergebnis Ihrer Forschungen ist: „Die Geschichte zur Tulpenmanie ist zweifellos spannend, aber falsch.“ Die Blase gab es lediglich bei einem ganz kleinen Teil der sehr vermögenden Holländer. Eine massenhafte Vermögensvernichtung, die auch breite Bevölkerungsschichten in den Ruin gestürzt hat gab es überhaupt nicht. Das ist ein weiterer Punkt, warum alle Tulpenzwiebel-Bitcoin-Vergleiche ein fachlicher, aber auch geschichtlicher Unsinn sind.

Zahlreiche Cryptocoins werden wie Tulpen verwelken!

Dennoch gibt es unter den 1.500 Kryptowährungen zahlreiche Cryptocoins, die ungefähr den identischen Wert wie eine Tulpenzwiebel haben. So wie der Wert einer Tulpe auf Null (0) fällt, wenn Sie verwelkt, werden auch zahlreiche Cryptocoins verwelken und wertlos werden. Ich zeige Ihnen hingegen aussichtsreiche Cryptocoins, die das Potential haben unsere digitale Zukunft zu verändern.

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Markus Miller | Gründer GEOPOLITICAL.BIZ

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