Atari plant eine Kryptowährung!

Als ein Kind der 80er verbinde ich mit der Marke „Atari“ noch sehr viele Erinnerungen. Zu Beginn der 80er Jahre entwickelte sich das ursprüngliche US-Unternehmen mit Sitz im Sonnenstaat Kalifornien zu einem der bedeutendsten Hersteller von Videospielen und Heimcomputern. Die heute wohl legendäre Spielkonsole Atari 2600 setze erfolgreich auf die damals revolutionäre Trennung zwischen Hardware und Software. In Deutschland wurde der Atari 2600 in einer weiterentwickelten Version bis 1991 verkauft, in Asien sogar noch weit länger.

Legenden: Atari 2600, Joystick, Pac Man

Der Atari 2600 war dadurch ein Grundgerät ähnlich wie ein Videorecorder, bei dem unterschiedliche Spielkassetten einfach ausgetauscht werden konnten. Die Bedienbarkeit der Technik war kinderleicht und die zahlreich zur Verfügung stehenden Spielkonsolen waren relativ günstig. 30 Millionen Atari-Spielkonsolen wurden zur damaligen Zeit verkauft. Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich als Kind stundenlag vor meinem Atari 2600 saß, zum Leidwesen meiner Eltern. Den ebenfalls legendären Atari-Joystick habe ich noch Jahre weiterverwendet für meinen ersten PC, den Amiga 500 von Commodore. Das erfolgreichste Atari Spiel war übrigens Pac-Man.

Dem kometenhaften Aufstieg von Atari folgte der freie Fall

In den Jahren 1983 bis 1985 kam es zum Zusammenbruch des US-Marktes für Videospiele. Die Zeit der stationären Konsolenspiele war bereits wieder vorbei. Zahlreiche Unternehmen gingen pleite. Asiatische Unternehmen wie Nintendo (Super Mario) übernahmen die Innovations- und Marktführerschaft. Gleichzeitig lösten die leistungsstarken Spiele für Heimcomputer die meist rudimentären Konsolenspiele ab.

Atari wechselte in diesen Jahren mehrmals seinen Eigentümer. Seit dem Jahr 2001 hält der französische Konzern Infogrames die Atari-Markenrechte. Seit 2009 firmiert das Unternehmen unter der Rechtsform Atari SA. Am 21. Januar 2013 meldete die US-Sparte Atari Inc. sogar Insolvenz an, konnte diese aber aufgrund eines konsequenten Insolvenzplanes aus eigener Kraft bewältigen.

Der Rettung und Restrukturierung soll jetzt eine eigene Atari-Coin folgen

Atari hat derzeit keine neuen Produkte, sondern lebt überwiegend von Lizenzgebühren. Seit dem Jahr 2011 ist der Atari-Aktienkurs von 3,50 Euro auf bis zu 0,10 Euro gefallen. Das verdeutlicht die großen Probleme des einstigen Weltkonzerns. Zuletzt hat Atari zumindest wieder Gewinne erwirtschaftet. Nach einer relativ gemächlichen Erholung des Aktienkurses in den letzten Jahren ist der Kurs von Atari zuletzt um rund 60 Prozent geradezu explodiert. Aktuell notiert die Aktie bei 0,80 Euro.

Der geplante Atari-Coin steht auf einem instabilen Fundament

Hinter der aktuellen Kursentwicklung steht allerdings kein erfolgreiches neues Produkt, sondern lediglich die Ankündigung, zukünftig eine eigene Kryptowährung zu lancieren. Mit dem Atari-Coin sollen Partnerschaften weiter vorangetrieben, neue Produkte entwickelt und eine eigene Währung für Online-Spiele geschaffen werden.

Ich würde Atari eine Wiederauferstehung auf Basis einer eigenen Cryptocoin sehr wünschen, habe aufgrund der Erfolglosigkeit des Konzerns in den letzten Jahren meine starken Zweifel. Es ist ähnlich wie beim HSV oder der SPD: Mehr Tradition als Innovation und Produktion. Lediglich eine eigene Kryptowährung anzukündigen ist viel zu wenig. Ich bin gespannt auf die weiteren Entwicklungen und befasse mich bis dahin intensiv mit attraktiven Cryptocoins, die es bereits gibt. Weiterführende Infos …

Markus Miller

Geschäftsführer GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U.
Gründer und Chefanalyst KRYPTO-X.BIZ

 

bitbond hohe zinsen verdienen

Schreibe einen Kommentar